TV-Serien über ein geiles Mittelalter Festival

Was geht im Mittelalter?
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Alina2013
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TV-Serien über ein geiles Mittelalter Festival

Beitrag von Alina2013 » 24.11.2013, 20:24

Hallo Leute,

Vor kurzem habe ich in dieser Gruppe on FB

https://www.facebook.com/BattleoftheNations

TV-Serien über ein neues für mich Festival „Battle of the Nations“ gefunden. Die Videos sind echt geil!

Vielen Dank und viel Spaß!

https://www.facebook.com/photo.php?v=10 ... =3&theater

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Sandra mit den Fanta 3
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Re: TV-Serien über ein geiles Mittelalter Festival

Beitrag von Sandra mit den Fanta 3 » 25.11.2013, 08:28

Und solange es Leute gibts die das "geil" finden, werden die tollen, mutigen, starken, fairen, kampferprobten Männer und Jungs sich weiterhin da austoben, als ihr Kraft da einzusetzen, wo es wirklich gebraucht wird. Und im Endeffekt sind es solche Fans wie dich, die dafür sorgen, das all die Männerherzen weiter "schlagen".
Sandra ist die am göttlichsten tanzende, auf Bildern immer total bescheuert aussehende, sahnigste, cremigste, hübscheste, anmutigste, verführerischste, betörendste, morgenmuffeligste, keinen alkoholtrinkende, geschwätzigste, arme-spakos-antreibende, liebenswerteste, freundlichste, manchmal-mit-dem-Koch-streitende, bestgekleidetste, edeldämlichste, am besten busen-knuddeligste, tequila-verfallene, immerzu-Sekt-mit-Erdbeerpüre-trinkene, fürsorglichste, fröhlichste, poröse, grandiös sandröse, sandralöseste, gerade eben 30 gewordene.

Montrose
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Re: TV-Serien über ein geiles Mittelalter Festival

Beitrag von Montrose » 02.02.2014, 21:08

Tatsache scheint doch zu sein, daß die Bewohner des Landes, wo das Schwertfechten seit Jahrhunderten hochgehalten wird, international wie die letzten Deppen dastehen.

http://www.youtube.com/watch?v=60oXbrUZsxE
Und solange es Leute gibts die das "geil" finden, werden die tollen, mutigen, starken, fairen, kampferprobten Männer und Jungs sich weiterhin da austoben, als ihr Kraft da einzusetzen, wo es wirklich gebraucht wird.
Fußball, Boxen, jede Sportart könnte man als Verschwendung an Kraft, "wo sie nicht wirklich gebraucht wird", bezeichnen.
Und wenn dann jemand im Wettkampf verliert, dann war er etwa besonders mitfühlend, menschenfreundich, hat halt andere Werte hochgehalten, eine Kraft für das geschont "wo es wirklich gebraucht wird". Das sind doch die Ausreden von Verlierern.

Solange eine Technik nicht im Freikampf erprobt wurde, ist sie nur Altherrengymnastik. Das ist natürlich auch toll, senkt den Blutdruck usw. Meine ich gar nicht ironisch, bei mir kommt das ja auch nur infrage, die Altherrengymnastik (so ein Zweihänder wäre die ideale Rückenstärkung für mich; auf supremereplicas.com sah ich schöne Schwerter)). Aber wenn du sowas mit sportlich-wettkämpferischen Anspruch machen willst, reicht das nicht. Die Vorgehensweise ist doch um einiges anders, wenn es statt abgesprochenen Bewegungen echte Treffer geben kann. In gewisser Weise vermittelt der Freikampf eher friedliche Ideale als der Schaukampf, weil der Freikämpfer die Gefahren wirklichkeitsnah erlebt, während der Schaukämpfer sie verharmlost.

Das schließt natürlich nicht aus, daß abgesprochene Bewegungen auch notwendig sind, um einen sauberen Stil zu erlernen anstatt nur loszukloppen.

Derzeit finde ich dieses Video absolut prima:

http://www.youtube.com/watch?v=Kj4Ng6DBfrg
Zuletzt geändert von Montrose am 03.02.2014, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.

Montrose
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Re: TV-Serien über ein geiles Mittelalter Festival

Beitrag von Montrose » 03.02.2014, 14:30

Bei diesem Wettveranstaltungsvideo kommt noch die räumliche Anordnung mehrerer Kämpfer ins Spiel, das Teamplay sozusagen.
Einzelkönnen und Teamplay in Verbindung von Verschanzungen (Burgmauern) dürften die Bestandteile mittelalterlicher Strategie gewesen sein.

In beiden Durchgängen gewinnen die Ukrainer, weil zwei Ukrainer einen Deutschen angreifen und durch diese Übermacht besiegen, so daß ein Zahlenübergwicht der Ukrainer von +1 entsteht. Bei so kleinen Mannschaft wirkt sich das Fehlen eines Mannes verheerend aus.
Fehler der Deutschen: Erstens, sie ließen sich isolieren, ihre Front blieb nicht geschlossen. Mir scheint auch, daß sie ohne Not zu viel Raum preisgegeben haben, das sieht alles recht unkoordiniert aus. Zweitens, fehlender Mut könnte man fast schon sagen. Denn als zwei Ukrainer einen Deutschen angriffen, entstand bei den Ukrainern an anderer Stelle eine Unterlegenheit. Anstatt entweder dem zweifach Bedrohten beizustehen oder aber die ukrainische Unterlegenheit an anderer Stelle durch die eigene dortige Übermacht ausnutzen, schauten die Deutschen nur zu, wie sie nach und nach niedergemetzelt wurden.

Also so ein Burgherr hatte damals recht viele Aufgaben. Er mußte nicht nur seine eigenen Künste üben, sondern er mußte auch seine Mannschaft schulen und positionieren. Auch wenn sich darüber kaum etwas in den Schriften findet, die Leute konnten unmöglich einfach nur aufeinander losrennen. Das hätte nicht funktioniert. Wenn man dabei tatsächlich sterben kann, hat man sich da sicherlich ein bißchen Mühe mit der Planung gegeben. Die müssen sich damals irgendwie abegsprochen haben der Art "Der Hannes knüpft sich den Dicken dort vor. Walter bewacht das Bierfaß und ihr guckt, daß keiner über den Graben kommt und mir in den Rücken fällt." Vielleicht dachten die sich damals richtige Spielzüge aus wie es moderne Fußballmannschaften tun.

Welches Szenario aber zeigt der zweite Film?
Müssen dies zwangsläufig Adelige sein oder vielleicht ein durchreisender Händler gegen einen einheimischen Strauchdieb oder gar Bauern. Anscheinend hatten selbst diese einen Zugang zu Waffen, denn sonst hätte man ihnen 1244 im bayrischen Landfrieden das Tragen von Waffen nicht untersagen müssen. Ist eine so schwere Waffe reisetauglich und sinnvoll? In einem Wagen vielleicht. Obwohl, man hört selten davon, daß sich Reisende gegen Raubritter gewehrt hätten.

Diese Duellsituation im zweiten Film, unter welchen Umständen könnten sie sich zugetragen haben?

Montrose
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Re: TV-Serien über ein geiles Mittelalter Festival

Beitrag von Montrose » 09.02.2014, 23:16

Im Internet gibt sich ein gewisser skallagrimm als Experte für mittelalterlichen Waffenkampf aus. U.a. zeigt er einen Freikampf:
http://www.youtube.com/watch?v=QnsviwYGtx8

Problematisch: der Kendo-Kopfschutz ist für Bambusstöcke (Shinai) geeignet, aber absolut gefährlich beim Gebrauch von Schwertern. Ein runder Stock geht nicht durch die horizontalen Gitter, ein flaches Schwert sehr wohl.

Problematisch: beide Kämpfer sind nach vorne gebeugt. Das erschwert das Ausweichen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, am Kopf getroffen zu werden. Ein schönes Beispiel, daß Freikampf ohne Training der Grundtechniken zu einem schlechten Stil führt und damit auch die Effektivität im Kampf verringert. Dieser skallagrimm ist womöglich gar kein Experte, sondern nur ein Poser.

Im Unterschied zum Kendo sind hier sehr viel mehr Trefferzonen erlaubt. Dies führt zu ungezielten Schlägen, Zufallstreffern, Rumgefuchtel. Wenn ein europäischer Schwertkämpfer eine gute Technik entwickeln will, sollte er wie die Japaner im Voraus Trefferflächen definieren und diese dann anzielen. Erst dadurch bekommt er eine Kontrolle darüber, daß seine Hände das tun, was die Augen sehen bzw. sein Verstand erkennt.

Dieses Zielen ist auch in Hinblick auf Rüstungen wichtig. Viele Zufallstreffer -- mal ein Stich gegen die Hand zum Beispiel -- wären bei entsprechender Schutzbekleidung (Handschutz, Gambeson) uneffektiv. Ganz allgemein gilt, daß es nich genügt, den Körper irgendwie zu berühren. Das macht dem Gegner möglicherweise überhaupt nichts aus, schlimmstenfalls ein kleiner Schnitt oder eine Prellung. Der kämpft deshalb trotzdem weiter. Doch der Körper sollte so getroffen werden, daß der Gegner kampfunfähig wird. Und das geht nur durch einen sauberen Schnitt oder mit einem Hieb, bei dem mit voller Absicht draufgedonnert wird. Die Kunst ist also, in dem kleinen Zeitfenster, in dem der Gegner eine Blöße zeigt, nicht nur irgendwie zu treffen, sondern sauber und effektiv zu treffen. Das ist Technik, das muß man üben!

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Norbert von Thule
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Re: Skallagrimms Waffen

Beitrag von Norbert von Thule » 10.02.2014, 11:16

Die verwendeten Kunststoffschwerter mit dem Gewicht eines Degens sind für eine Handhabung als mittelalterliche Wuchtwaffe ungeeignet.

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