Urknall © 1225

Was geht im Mittelalter?
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Norbert von Thule
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Urknall © 1225

Beitrag von Norbert von Thule » 24.03.2014, 19:45

Christoph Behrens hat geschrieben:
Das Mittelalter, eine dunkle Zeit, in der Analphabeten herrschten, und die Kirche wissenschaftlichen Fortschritt bekämpfte? Streckenweise mag dieses Bild stimmen, doch gab es auch Blütephasen kritischen Denkens und neuer Ideen. Das frühe 13. Jahrhundert war eine solche Phase in Europa, und der englische Gelehrte Robert Grosseteste einer ihrer Vertreter. Der Kirchenmann hatte in Paris studiert und stieg später zum Bischof von Lincoln auf. Er beherrschte die aristotelische Logik und verfasste zahlreiche naturphilosophische Abhandlungen - über die Hitze der Sonne, den Ursprung der Klänge, über Regenbögen, Kometen und Sterne. Doch das wohl bemerkenswerteste Werk nannte er 1225 De luce - über das Licht. Grosseteste entwickelt darin erstmals die Idee, eine Art Urknall könne am Anfang des Universums gestanden haben - 700 Jahre, bevor die Idee eines "Big Bang" auch in die moderne Physik einging.
Sieht heute ganz so aus, als lag er damit richtig:
Norbert Lossau hat geschrieben:
Gravitationswellen des Urknalls nachgewiesen

Nach dem Urknall dehnte sich das Universum explosionsartig aus. Bei diesem als Inflation bezeichneten Prozess entstanden Gravitationswellen. Erstmals wurden diese jetzt von US-Forschern nachgewiesen.
Norbert Lossau hat geschrieben:
Diese fantastische Entdeckung sei definitiv einen Nobelpreis wert, kommentieren Astrophysiker die große Wissenschaftssensation der Woche.
Bild
Robert Grosseteste

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