Der Medicus 29./30.12.14 ARD

Was läuft in Film und Fernsehen?
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Norbert von Thule
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Der Medicus 29./30.12.14 ARD

Beitrag von Norbert von Thule » 18.12.2012, 11:57

Der Medicus 25.12.13 Kino
Marc Friedrich hat geschrieben: Einen Starttermin gibt es für die Bestsellerverfilmung noch nicht. Hier jetzt der erste bildgewaltige "Der Medicus"-Teaser für euch:

Bild

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Norbert von Thule
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Re: Der Medicus 25.12.13 Kino

Beitrag von Norbert von Thule » 25.01.2013, 11:32

Movie Jones hat geschrieben: "Der Medicus" heilt erst im Dezember
Im Dezember nun erst wird die Romanverfilmung "Der Medicus" in die deutschen Kinos kommen.
Bisher gingen viele von einem Kinostart im September aus, doch wie wir nun erfahren haben, startet die ambitionierte Romanverfilmung Der Medicus erst am 25. Dezember.

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Norbert von Thule
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Re: Der Medicus 25.12.13 Kino

Beitrag von Norbert von Thule » 10.07.2013, 12:35

Heute in Kölnische Rundschau:
Martina Windrath hat geschrieben:
Mittelalter wird in Ossendorf lebendig

Bild
Feinschliff für  digitale Filmszenen: Spezialisten  fügen noch Details wie Rauchschwaden ein und lassen Wimpel im Wind flattern. (Foto: Hanano) 

Der Himmel über Isfahan ist blau, Rauchschwaden ziehen über die täuschend echt aussehenden Häuser der persischen Stadt im 11. Jahrhundert, als der Medicus durch das steinerne Tor schreitet. Schnitt. Schlachtengetümmel mit digitalen Armeen und computergenerierten Soldaten. Schnitt. Exotische Wüstenlandschaften. Schnitt.
Effekte fürs große Abenteuer-Kino entstehen gerade in Köln. In dem neuen Kölner Produktionsbüro von Pixomondo werden seit Januar rund 160 Einstellungen mit 22”…762 Einzelbildern für die Verfilmung des Weltbestsellers von Noah Gordon bearbeitet. Die CinePostproduktion im selben Haus in Ossendorf ist für Schnitt und Farbkorrektur des Mittelalter-Epos’ verantwortlich. Isfahan existiert nicht „in echt“. 15 Mitarbeiter schufen in fünf Monaten mit Hilfe von Rechnern ganze Städte und Landschaften digital am Bildschirm.
Das Projekt der UFA Cinema und Universal Pictures entstand teilweise in Kölner Studios. Isfahan, England, Ägypten und die Wüste sind Handlungsorte, teilweise real, teils digital erzeugt. Am Computer generierte Szenerien und visuelle Spezialeffekte wurden für den Streifen von Pixomondo entwickelt. Das Projekt wird unter anderem von der Filmstiftung NRW gefördert. Das Budget der insgesamt 30 Millionen US-Dollar teuren Filmproduktion für die Animationen: 1,4 Millionen Euro.
In den Räumen an der Richard-Byrd-Straße sitzen die Mitarbeiter nun am „Feinschliff“, montieren zum Beispiel zuvor in der Natur gedrehte reale Rauchschwaden in den Himmel oder lassen mit Staubkörnchen-Effekt die Luft flirren fast wie im richtigen Leben. Pixomondo-Geschäftsführer Christian Vogt stellte gestern mit den Filmproduzenten Wolf Bauer und Professor Nico Hofmann (Geschäftsführer von UFA Cinema) sowie Filmstiftungs-Geschäftsführerin Petra Müller das Großprojekt vor.
Teilweise wurden an den „Sets“ vor Ort Kulissen gebaut, etwa eine Moschee oder der Eingang einer Universität. Am Rechner wurden tausende Häuser ergänzt, Farben, Texturen und andere Details hinzugefügt, wobei oft die Natur selbst das Vorbild lieferte. Die Kamera musste bei Schwenks schon die noch nicht vorhandenen, später am PC ergänzten Szenerien im Sinn haben. Mediendesigner, Architekten und andere Effekte-Macher brauchen dabei künstlerisches Talent und das richtige „Verständnis zu sehen“, so Vogt. Erst mit Poesie und Wärme in den Bildern würden die künstlichen Szenen zum Leben erweckt „Es gibt hier in Deutschland und am Standort Köln extremes Talent in dem Bereich“, betonten die Macher mit Blick aufs technische Know-how. Dies trage dazu bei, „Hollywood nach Deutschland zu bringen.“
„Spektakulär“, „Weltniveau“, mit Superlativen wie diesen wecken die Post-Produzenten große Erwartungen. Pixomondo, international an mehreren Standorten, gewann 2012 einen Oscar für die besten visuellen Effekte in Martins Scorseses Kinofilm „Hugo Cabret“. Spider Man, Star Trek oder After Earth gehören zu den Produktionen, nun also der Medicus. Der Film wurde auch in den Kölner MMC-Studios mit Ben Kingsley und anderen Stars gedreht. Er startet am 25. Dezember in den Kinos.

Montrose
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Re: Der Medicus 25.12.13 Kino

Beitrag von Montrose » 10.07.2013, 17:32

Bäh, 124 Leute haben Norberts "Medicus"-tread gelesen. Seid ihr bescheuert? Da geht's doch bloß um solch einen digital bearbeiteten Scheiß.

Ich tell euch mal, was really upgeht in se town. Shopping in Aachen. Hotspot Manga-Abteilung im Buchladen. Da laufen ältere Herren rum (außer mir waren noch zwei andere) und junge Japanerinnen. Den Ort muß man sich merken. Nächstesmal bring ich 'ne Tüte Bonbons mit. Ich hab mir dann gleich mal einen Manga gekauft, damit die Mädels merken, wie hipp ich bin. Aber als ich von der Kasse zurückkam, waren die schon verschwunden. Der andere Opi rüstete auch drastisch auf. An der Saftbar bestellte er Apfelsaft mit Sellerie. Sellerie!!! Na, klingelt's? Ich bin dann mit meiner Beute, dem Manga für 14 €, raus in die Gluthitze. An der Ecke Elisenbrunnen versuchte ein Sicherheitsmann (dunkelblaue Uniform) seiner Kollegin (ebenfalls dunkelblaue Uniform) das Walkietalkie zu erklären. Das mit dem ans Ohr ranpressen klappte schon ganz gut.

Das ist real, Leute. So schaut's aus.

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Norbert von Thule
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Re: Der Medicus 29./30.12.14 ARD

Beitrag von Norbert von Thule » 30.12.2014, 18:23

Die Erfolgsgeschichte des Weltbestsellers "Der Medicus" von Noah Gordon setzt sich auch im Fernsehen fort. Nachdem die gut zweieinhalbstündige Adaption des deutschen Regisseurs Philipp Stölzl 2013 mit 3,6 Millionen Kinobesuchern hierzulande ein Kassenschlager wurde, verlief nun auch die Free-TV-Premiere im Ersten fulminant. 7,51 Millionen Zuschauer schalteten den ersten Teil des im Mittelalter spielenden Abenteuerepos am Montagabend ein. Die ARD freute sich über fabelhafte Marktanteile von 22,6 Prozent beim Gesamtpublikum und für die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt noch erstaunlichere 18,5 Prozent in der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer.
Ab 20 Uhr -> Teil 1

Montrose
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Re: Der Medicus 29./30.12.14 ARD

Beitrag von Montrose » 02.01.2015, 12:35

Mit großem Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, daß ich sogar in diesem tread schon etwas gepostet habe. Respekt.

Im Moment sieht es so aus, daß die Hälfte aller Medizinstudenten ihr Studium abbrechen. Die andere Hälfte bildet Haufen in Großstadt-Kliniken, wo sie sich gegenseitig auf die Füße treten, weil sie es nicht wagen, sich selbständig zu machen ... womöglich noch auf dem Land, wo es weit und breit keinen Arzt gibt *schock* ... achso, "ich wär ja dann selber Arzt" ... *superduperdoppelschock" :shock: So kommt es denn, daß auf dem Land Ärzte fehlen. Viele Ärzte haben heute einen Migrationshintergrund, weil Menschen aus anderen Ländern schlichtweg mutiger sind als Deutsche. Ein Deutscher ersehnt nichts mehr als eine sichere Verbeamtung. Und er macht sich schon mit 30 Sorgen, wer ihm mal mit 80 die Windeln wechseln wird. Ein Muselmane hingegen kauft sich einen Eimer Senf und eröffnet eine Döner-Bude.

Insofern ist der "Medicus" trotz computerisiertem Digitalkitsches eine aktuelle, sozialkritische Milieustudie. Immerhin kommt der "Medicus" des Mittelalters wie der moderne Hausarzt aus Isfahan.
Der Himmel über Isfahan ist blau, Rauchschwaden ziehen über die täuschend echt aussehenden Häuser der persischen Stadt im 11. Jahrhundert, als der Medicus durch das steinerne Tor schreitet.

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