Eckball

Was geht außerhalb vom Mittelalter?
Antworten
Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 03.12.2017, 18:51

Die Natur kommt zum Stillstand. Wotan zeigt uns seinen kalten Hintern. Hier ist der Schnee liegen geblieben. Minusgrade! Vom supergroßen Mond keine Spur. Ein Nornengespinst versperrt den Blick in den Himmel. Auch die Eibe ist vereinsamt, nachdem Bogenschützen sie für ihre Mordinstrumente von jedweder lebenspendender Wurzel zerschnitten. Die Themen werden düster: Alter, Niedergang, Zerfall, Abschied.

Auch eine Künstlerin aus vielen Städten - ja, sie ist mehrfach umgezogen - hat sich hierzu ihre Gedanken gemacht. Die letzten 24 Stunden:

https://www.youtube.com/watch?v=fcF9L6gj4To



Schwesta Ewa kam ja aus dem Rotlichtmilieu und hat ihre Karriere als Musikerin in Bonn begonnen. Gibt es eigentlich noch das Matratzenlager an der Brücke in Bonn? Hm, immer wenn ich dort vorbeischaute, war es belegt. Im Stehen ist die Sache natürlich anstrengender. Dennoch, Aachen und Bonn hatte ein ansprechenderes Angebot als Stuttgart. Köln ist auch nicht so der Renner.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 10.12.2017, 23:18

Ich muss dem SPIEGEL und der WELT recht geben: der heutige Tatort taugt nichts. Ich hab schon nach einer Viertelstunde die Schnauze voll.
Nehmen wir mal die Szene vor zwei Minuten: Mann streitet mit Freundin, der Hauptdarsteller geht so ziemlich ohne Motiv dazwischen und spielt den Helden. Der Hauptdarsteller hat auch einer Oma geholfen. Klar, das könnte er sein, der Mörder --- oh Wunder, der anscheinend so gute Mensch ein Mörder. Gähn, was für ein dummes Klischee. Jetzt geht er als Handwerker verkleidet in eine Wohnung,wo die Tochter skyped, Nahaufnahme T-Shirt. Gleich am Anfang schüttet jemand der Kommissarin den Kaffee über's Hemd . Immer wieder so ein Synthesizer-Pseudo-Grusel-Sound. Jetzt gerade "Du hast mir doch gesagt, ich soll ihn verlassen oder so." Oder so???? Danach ein Synthesizer-Sound ähnlich wie Alan Parsons Intro von Lucifer. Bääh, pfui Deiffel, jetzt beim Arzt ... eine so kotz-unsympathische Kommissarin hab ich noch nie gesehen. Ich muss koootzen.

Was ist der Punkt: wenn jeder Moment super-wichtig aufgeblasen wird, ist das so, wie wenn ein Lied immer mit maximaler Lautstärke gespielt wird. Das ödet an. Der Film moduliert nicht. Das ist - was ich schon früher an einem Tatort monierte - eine Aneinanderreihung von clips, ohne dass dabei ein plausibler Handlungsstrang entsteht.

Im Anspann hieß es "Für Matthias Tuchmann". Das war ein erfolgreicher und hoch geschätzter Tatort-Autor, der leider verstorben ist. So eine Widmung in einem schlechten Krimi für einen Meister seines Faches ist etwa so, wie wenn ich Furzen unter der Dusche Wolfgang Amadeus Mozart widmen würde. Na der würde sich freuen.

Ich schalte den Tatort jetzt aus und guck lieber im Internet einen Inspektor Barneby.
Mir geht es mit dem Tatort so wie vielen mit der SPD: man hat sich entfremdet.

Jetzt hab ich abgeschaltet, Ich möchte diese Scheiße einfach nicht mehr sehen. Kunst ist nicht, etwas Pseudo-Intellektuelles hinzuscheißen. Kunst lebt von der Überarbeitung, Korrektur, Verbesserung. Nicht jede nächstbeste Idee ist wirklich gut. In diesem Tatort aber wird eine Szene an die andere gereiht ... ohne kritische Reflektion, ob das irgendwie anspricht.

Nachtrag: Diesen Krimi mit Inspektor Barneby hab ich gerade geguckt und er war höchst amüsant https://www.youtube.com/watch?v=fQbxAoLoIbw

Klar ist auch ein Tatort mit Schmuddel möglich. Man denke an Schimansky. Aber die heutigen Drehbuchschreiber bringen es einfach nicht mehr. Dann lassen sie solch einen Unseppel wie Till Schweiger durch die Gegend nuscheln. Oder sie bringen wie derzeit einfach nur grässliches Rumgemopse. Und alles auf Kosten des Gebührenzahlers. So ein staatliches Fernsehen kann wie ein umgedrehter Robin Hood den Leuten für jedweden Mumpitz das Geld aus der Tasche ziehen. Diese Form von Zwangsbequatschung gab's ja nicht einmal im alten Rom. Das Geld wäre besser investiert, wenn man es in Theater, Oper, Konzerte .... also in echte Kultur, und zwar in den Städten Vorort, investieren würde anstatt in lieblos zusammengemurkste trash-Filme.

Huch, ich bin mal bei der FAZ fremd gegangen http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 24632.html

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 11.12.2017, 21:19

Börsenticker + Börsenticker + Börsenticker

A NEW START-UP IN WHATSOEVER

by Bruce Pomeron from Cincinnati

Hello, here is Bruce Pomeron. Again a miracle happens in the Veytal company. After the successful rise of bitcoin, the Veytal company launched an own form of virtual money. The CEOs reason bitcoin is too expensive for the middle class people. Veytal money may reach more popularity due to its affordability and its fair trading. I became curious and, again, took the next plane flying to Germany. Whereas the CEO N. was under the shower as in the first visit, CEO M. gave an interview. "Mr. M., could you tell me the name of the new virtual money?" "Yes. It is called the Veytal Finanzbohne. Abbreviated VFB." "Ah, there is a soccer club with a similar label." "Sure. But I'd like to tell you some advantages of Veytal Finanzbohne." "That's great. What are the advantages of Veytal Finanzbohne?" "Veytal Finanzbohne is cheaper." "How cheap?" "Hm, let me calculate the present share price. One VFB costs 485,34 €. Presently, the VFB is a lot of cheaper than the bitcoin." "That's great. Are their further advantages such as stability?" "Of course. The VFB is fair traded." "Fair traded money?" "Yeah. This money contains no meat and was never tested on animals." After the interview I took a plane back to the U.S.A.. I still have no clue whether this was a joke or whether Veytal Finanzbohne (VFB) will rock the stock market. Live from the FINANCIAL TIDES, Cincinnati, Bruce Pomeron.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 17.12.2017, 22:33

Der heutige Tatort heute war möglicherweise ganz in Ordnung. Ein Land, in dem es nicht möglich ist, einen stinknormalen livestream ohne nervige Unterbrechungen (technische Störungen, nicht etwa Werbepausen) zu realisieren, darf man aber wohl zu Recht als Entwicklungsland bezeichnen. Als Bananenrepublik. Wieso soll ich mich über "Staatsfeinde" aufregen, wenn der ganz normale deutsche Techniker einem schon den letzten Nerv raubt? Und das ist immerhin noch das Beste, was wir haben. Wenn dann erst mal die Generation von Kiddies, die nicht mehr richtig lesen und schreiben kann, ans Ruder kommt, dann sollten wir uns was ganz anderes einfallen lassen. Steintafeln zum Beispiel, wo jemand 10 Gebote reinmeiselt.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 21.12.2017, 11:12

Bald Weihnachten. Da müsste man was Nettes schreiben. Ach was. Schaut euch den Cowboy von letztem Jahr an. https://www.youtube.com/watch?v=k3YgqVeHRBE :mrgreen:

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 03.01.2018, 17:58

Wenn es im Weltall andere Intelligenzen gibt, dann erfahren die von uns nicht erst durch Voyager. In einer Doku hieß es, dass unsere ganzen Fernseh- und Radio-Sendungen ins Weltall rausgehen. Das Problem ist folgendes: die Aliens können nicht unterscheiden, welche unserer Sendungen real und welche fiktiv sind. Vielleicht haben die Aliens längst eine Sendung aufgeschnappt. Mit den Schlümpfen. Und da sagen die sich: das lohnt sich nicht, so weit zu fliegen, bloß um ein paar blaue Gummibärchen zu sehen.

Ich habe übrigens bislang auf keiner Suchmaschine den Begriff Finanzbohne gefunden. Das wäre ein lustiges Spiel - könnte man auch im Fernsehen als Spiel-Show zeigen - Wörter zu entdecken, die man noch nicht im Internet finden kann.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 05.01.2018, 12:10

Ich bin immer noch im Urlaubsmodus, lass das neue Jahr langsam angehen. Da kommen noch genug Tage, an denen man was tun muss. Heute Nacht hab ich sogar von Rittern geträumt. War irgendeine Aufklärungsmission mit den Templern. Leider hab ich vergessen, worum es ging.

Ein Problem war, welchen Wein ich trinke. Zu den Feiertagen wollte ich mal 15 € ausgeben und es mit einem Württemberger versuchen. Ich komme zwar aus dieser Region, aber eigentlich ist mir der Wein hier zu herb. Rotwein kommt bei mir aus Spanien, Weißwein aus Italien oder Österreich. Mit den französischen Weine fremdle ich ein bisschen. Und Amerika, Afrika ... Indianer hatten keinen Wein. Das ist mir nicht stilecht. Ich dachte, wenn ich einen teuren Württemberger kaufe, vielleicht finde ich dann mal was, das mir schmeckt. Ja und Nein. Die 15-Euro-Flasche Württemberger Merlot war zwar wuchtig, aber wieder dieses Reißen auf der Zunge und am Gaumen und zu alkoholig. Der Trick ist doch, dass man die Aromen und nicht das Brennen des Alkohols schmeckt. Fazit: auch eine höhere Preisklasse muss nicht besser sein. Die Württemberger, die aktuellen Winzer in ganz Deutschland machen den Fehler, dass sie alles trocken ausbauen. Das ist schon seit 15 Jahren Mode. Aber nicht alle Weintrinker wollen sich quälen, sich gesund betrinken, zeigen, dass sie Manns genug sind, Essig pur zu verkosten. Dass das Leben hart und sauer ist, das merk ich schon selbst, das muss mir nicht ein Weinglas sagen. Manche streben solch Mutproben nicht an, sondern wollen Wein wirklich nur genießen.

Ich würde hier nicht schreiben, wenn ich nicht doch noch etwas Leckeres aus Württemberg gefunden hätte. Muskat-Trollinger!* Die Weinssorte ist schon 1836 erwähnt, wird spät geerntet und meist als Rosé-Wein ausgebaut. Ich habe bei zwei Weinen verschiedener Hersteller festgestellt: der Wein schmeckt traubig. Das ist ein sehr fruchtiges, frisches, schmackhaftes Erlebnis. Muskat-Trollinger ist auch ein guter Sommerwein. Bei einem Preis um die 6 bis 7 € ist man schon gut bedient.

* oft auch zusammen "Muskattrollinger" geschrieben. Achtung, Muskat-Trollinger/Muskattrollinger ist etwas anderes als Trollinger.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 06.01.2018, 15:45

Toll, was alles in Stuttgart passiert https://www.welt.de/vermischtes/article ... eholt.html

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 15.01.2018, 20:31

Tja, so war das damals noch https://www.youtube.com/watch?v=QRUJ_qQR5fQ


Und heute? Alexa, hau dem Mann mit dem ungarischen Kochtopf als Mütze mal auf den Kopf.


boing boing boing


Stärker!


boing boing boing


Jaa, so machst du das richtig. 8)

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 16.01.2018, 20:39

Wenn ihr eine Hexe fangt und identifiziert, müßt ihr die Tanzprobe machen. Nein, nicht die Wasserprobe - solche Verfahren habt ihr ja schon vorher angewandt, um die Hexe zu überführen. Wir sind im Verfahrensschritt Zwei. Also, ihr müßt eine Tanzprobe machen, um festzustellen, ob die Hexe einen Mehrwert besitzt.

Mit der hier könnte ich alle platt hauen https://www.youtube.com/watch?v=qYo-RyUQYSw

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 28.01.2018, 00:15

Im Internet rumsurfen und gucken, ob irgendein Film was taugt. Vielleicht gibt es Leute, die sich da ranhängen. Jedenfalls hab ich gerade einen Film angeschaut, da gefiel mir Minute 17 besonders: "Es hat 32 Grad und du trägst schwarze Hosen." Insgesamt ein starker Film, handelt wohl von Verblendung und dreht am Ende nochmals stark auf: Missionary auf youtube.

Das passt ja doch ein bisschen zum vorigen Beitrag mit der Hexe. Fromme Männer, die dumme Sachen tun. Der Kardinal im "Glöckner von Notre Dames". Der Vater von Ichabod Crane in "Sleepy Hollow". Ihr könnt sicher sein, dass es so etwas in Wirklichkeit gibt. Solche Leute merken nicht, dass sie verpeilt sind.


Ach was, geben wir noch einen "Bonus-Track" zum abchillen dazu: https://www.youtube.com/watch?v=Cl57NQ6GcF8 Den o.g. Film müßt ihr aber selbst suchen.

Verpeilt.... hm, es gibt halt manchmal verschiedene Sichtweisen. Auch bei dem Film oben könnte ein Erzkonservativer fragen, warum diese Eva so gehandelt hat. Hm. Und in allen genannten Filmen haben die Verpeilten zumindest teilweise gewonnen. Jajaja, die alte Schlacht zwischen Gut und Böse grrrr. Bild

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 30.01.2018, 20:51

Manchmal gibt es das noch, dass der SPIEGEL (online) doch noch lesenswert ist. Immer dann, wenn die Redakteure statt ihrem himbeerbrause-süßem Pseudogutmenschengeblubber Investigativ-Journalismus betreiben. Für Investigativ-Journalismus war der SPIEGEL früher einmal bekannt.

Richtig erkannt: der heutige Tatort war sehr beeindruckend.

Gut recherchiert: Die Autobranche hat laut Stuttgarter Zeitung am Universitätsklinikum Aachen Personen Kohlendioxid einatmen lassen, um die Wirkung auf den Menschen zu testen.

Gefährliche Zukunft: ein Unternehmen kann Stimmen aufzeichnen und dann mit dieser Stimme völlig neue Sätze, die der Sprecher nie gesagt hat, generieren. Kann man sich ja vorstellen, was man damit alles anstellen kann .... und man fragt sich, wieso jemand so etwas überhaupt entwickelt. Angeblich, um Computerstimmen menschlicher zu machen. Wollen wir das wirklich? Angeblich ... den andererseits kann man die Realität damit noch mehr verfälschen und jemandem über gefakte Aufnahmen alles Mögliche anhängen.

Das Thema Realitätsverfälschung --- das sage ich als Prophet und ihr könnt mich in ein paar Jahren bewundern, dass ich das längst vorausgesehen habe --- wird bald wichtiger sein als Klimawandel usw. Die technischen Möglichkeiten treffen auf eine Gesellschaft, die bereits jetzt schon überwiegend in virtuellen Welten lebt. Soweit ich mich erinnere, unterscheidet sich die Hirnaktivität bei wirklichen und nur durch Medien simulierte Erlebnisse nicht. Das heißt, eines Tages werdet ihr vor einem
hypermodernen Fernseher stehen und findet nicht mehr aus dem Film. Denn woher wollt ihr noch wissen, was wirklich und was Fiilm ist, wenn sich Simulation und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden. Nun gut, das Thema wurde bereits in MATRIX aufgegriffen. Allerdings mit zwei Denkfehlern. Erstens, es wird noch viel schlimmer. Und zweitens, nein, Aliens werden nicht unsere Gedanken anzapfen, um Energie zu gewinnen .... ganz einfach, weil die Gedanken und Vorstellungen von Menschen nur unwesentlich komplexer sind als die von Hunden. Daraus lässt sich keine Energie gewinnen, daraus kann man allenfalls das Konsumverhalten vorhersehen .... wuff...wuff. Alles vorhersehbar - wie das Verhalten von Hunden .... wuff ... wuff.

Hatte deswegen neulich ein heftiges Streitgespräch "Der Mensch sei doch frei". M. E. ist der Mensch genauso frei wie er Klavierspielen kann. Freiheit und Klavierspielen sind keine angeborenen Fähigkeiten, sondern sie müssen gelernt und eingeübt werden.


Vergiß es. Heute behauptet der SPIEGEL, es sei nicht Kohlendioxid, sondern Stickstoffdioxid Menschen verbareicht worden. Und in einem Kommentar behauptet der SPIEGEL, solche Studien seien gang und gäbe.

Vielleicht kann man sich diese Zeitung auch deshalb in den Arsch stecken, weil sie an einem Tag das eine, und am anderen Tag was anderes behauptet. Ständig erzürnt man sich über etwas, dass sich dann im Nachhinein als nicht-existent herausstellt.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 01.02.2018, 21:44

Nachdem die SPD am Abkacken ist, muss jemand anderes die Sozialdemokratie vertreten. Ich mach das. Ich habe schon eine Idee, wie wir mehr Gerechtigkeit schaffen können. Die Bürgerinnen und Bürger diesen Landes müssen jeden Monat die Wohnung mit jemand anderem wechseln. Das macht Spaß und man kommt mächtig rum. In einem Jahr in zwölf verschiedenen Wohnungen.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 04.02.2018, 23:52

Eigentlich würde ich mir den heutigen TATORT in den Arsch stecken. Aber da steckt schon der SPIEGEL.

Ich guck auf youtube gerade eine russische Komödie. "Lucky Trouble". Das ist wirklich sehr originell und witzig.

Hab den Film zu Ende geguckt. Der ist wirklich gut!!

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 07.02.2018, 20:51

Ich finde die Beschlüsse der Groko gar nicht so schlecht. Man kann nicht alles haben. Immerhin ist aber eine sozialpolitische Handschrift erkennbar. Hoffentlich machen die SPD-Mitglieder da mit. Denn besser wird's nicht.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 11.02.2018, 16:32

In Stuttgarts U-Bahnen prangt die Werbung von Otto Kern - dem einzig Vernünftigen, was Stolberg in letzter Zeit hervorbrachte. Otto Kern stellt Parfüm her. Sollte es mir mal langweilig sein, werde ich mit der Firma ein Parfüm für Ritter kreieren. Meines Erachtens riechen Ritter wie das Gewürz auf einer Pizza.

Kultur-Injektion in Stuttgart. Dem Kinderfasching in Canstatt hätte nichts besseres passieren können als was passierte: die Technik fiel komplett aus. Das hatten sich die Veranstalter ja fein ausgedacht: Musik vom Tonband laufen und die Kinder rumhoppsen lassen. So kriegt man die Zeit auch rum. Aber als die Veranstalter auch noch so taten, als ob die Feier in den Medien veröffentlicht würde, und Sprüche wie "Maz ab" fielen, um nun wirklich als Profis zu gelten, da wurde es dem Karnevalsgott zu viel. Er jagte seinen Zorn durch die Leitungen. Supi. Ich mit meinem Wein und den vielen lecker anzuschauenden MILFs herum, hatte jetzt auch noch Grund zu ein bisschen Schadenfreude. Denn die Macherinnen auf der Bühne mussten von nun an selbst singen. Die Kinder haben den Technik-Ausfall gar nicht gemerkt, die Veranstaltung war gelungen. Zweimal Tanzmariechen und dann einmal echte Musik, mit Pauke, Flöte, Xylophon. Vergleicht man diese wuchtige Marschmusik mit dem Gedudel des Mittelalters, kommt einem letzteres wie ein verkniffener Furz vor.

Seit gestern Abend bin ich depri. Der Kinofilm "Wind River" ist landschaftlich schön, winterlich, aber auch traurig. Ich fand den Film gut, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Freitag stand Richard III. von Shakespeare auf dem Programm. Wie bereits bei einem Blues-Konzert schimpften einige und verließen die Veranstaltung. Das sind übrigens immer die gleichen Typen. Irgendwelche alten Männer mit Hauptschulabschluß, die sich zwar noch in einen Anzug hineinzwängen konnten, ansonsten vom Geschehen intellektuell völlig überfordert sind. Die Doofen gehören einfach nicht in ein Theater oder in ein anspruchsvolleres Konzert. Vor 50 Jahren war das noch klar, Trennung der sozialen Schichten: Abiturienten in die Oper, der Rest zu irgendeiner Schlagerscheiße. Aber heute vermischt sich das. Ich glaube, die Jüngeren, da sie mit ihren Fantasie-Romanen doch mit Dramatik vertraut sind, könnten ein Theaterstück genießen .... wenn sie denn nur wüßten, daß es Theater gibt.

Wie dem auch sei, das Stück war eindrücklich. Eine saubere Überführung vom Jetzt in die Zeit von Richard. Eine fantastische Endzeitkulisse im Stil von Mad Max. Max Tidof als agiler Schurke. Nunja, die Kritik in der Stuttgarter Zeitung fällt eher negativ aus, was ich nicht verstehe. Wie gesagt, manchmal glaube ich, Theaterkritiker erfinden ihre Beurteilungen von zu Hause in der Badewanne plantschend. Die angeblich so trögen Mitspieler fand ich schön arrogant. Die angeblich fehlende "Psychologie" der Charaktere hab ich sehr wohl gesehen, wie auch die Botschaft des Stückes.

Stuttgart hat sehr viele Theaterbühnen. Auf Anhieb fielen mir bestimmt 10 ein, in den meisten war ich schon. Manchmal sind das Kleinstbühnen mit Laien, wie das Dreigroschentheater. Und alle sind sie ausverkauft. Denn der Schwabe hat ja bekanntlich Geld wie Heu und weiß oft nicht, wofür er es ausgeben soll. :D

Meine trübe Stimmung kommt wohl auch daher, daß ich kein Musikkonzert fand (ich meine ernste Musik, nicht dieses Karnevalshumbahumba), obwohl ich darauf echt Lust hatte. Noch heute Morgen bin ich an Kirchen und Museen herumgeirrt ... keine schönen Töne. Wenigstens für März hab ich ein Konzert schon gebucht.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 12.02.2018, 17:00

Apropos verkniffener Furz. Wenn ich weiterübe, kann ich selbst zwei "mittelalterliche" Lieder spielen. 8)

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 13.02.2018, 11:29

Ich hab mir die Kritik zu Richard III. in den Stuttgarter Nachrichten nochmals durchgelesen. Wenn man wie ich selten ins Theater geht, kommt einem zunächst alles gelungen vor. Aber eine gewisse Trögheit verspürte auch ich teilweise in dem Stück. Der Kritiker hat also recht. Dass die Frau im Korsett die Königin war, hab ich tatsächlich nicht kapiert, denn sie wurde vom Hauptdarsteller einfach an die Wand gespielt. Ein bißchen erinnerte sie mich an die Veranstalterin eines Abi-Balls, deren Namen man doch bald wieder vergißt. Die langen Textpassagen wurden runtergerattert. Da fielen dann ständig irgendwelche englischen Adelsnamen, welche Zeitgenossen des Stücks mit einem Aaah und Oooh belohnt hätten - heute aber in einem deutschen Theaterhaus nichts mehr bedeuten. Vielleicht hätten kleine Pausen innerhalb der langen Sprechrollen dazu beigetragen, der Sache besser zu folgen. Vielleicht hatte der "Hauptschüler im Anzug" mit seiner Verärgerung sogar recht, wenn einem "Bildung" derart doch etwas lieblos hingeschissen wird. Den Eindruck des Kritikers, dass kein emotionales Band aufkam - weder zwischen den Darstellern noch zum Publikum - teile ich. Erst im Nachhinein erkenne ich dies als Mängel. Im Stück glaubte ich, dadurch solle Distanz zum Adel und somit seine Überhöhung realisiert werden. Es war dann tatsächlich eher wie eine History-Doku auf ZDF. Aber was wäre die Alternative gewesen?

Bereits das Drehbuch ist nicht über jede Kritik erhaben. Zwar gilt Richard III. als das beste Königsdrama eine gewissen Wilhelm Schüttelspeer, William Shakespeare. Aber es ist ein recht plumpes Gut-Böse-Schema, das hohe Politik genauso wenig erklärt wie Dallas oder Games of Thrones. Klar, die da oben sind nur durch Bosheit nach oben gekommen und das gaffende Zuschauervolk hat als Trostpreis die bessere Moral. So sind sie gestrickt, die Frauenzeitschriften und Skandälchen der Promi-Presse.

Laut Wikipedia gilt es unter Historikern als unbewiesen, dass der echte Richard III. alle die ihm im Theaterstück unterstellten Verbrechen tatsächlich begangen hat. Shakespeare übernahm recht unkritisch den Tratsch und machte sich damit eher zum Teil des Mobs als dass er als Aufklärer gewirkt hätte.

Mancher fragt sich wohl, warum ich mitten am Tage mich mit etwas so Unnützen wie Kultur beschäftige. Die Antwort ist einfach. Das, was ihr gerade arbeitet, ist völlig sinnlos. Entweder ihr macht eine Arbeit, die ein Roboter tausendmal besser verrichtet als ihr. Oder aber es ist irgendein Verwaltungsscheiß, wo viele Buchstaben nichts bewirken außer Streß, Streß, Streß. Erst die Kultur macht Menschen zum Teil von etwas Höherem.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 17.02.2018, 13:13

Die deutsche Bundeswehr hat derzeit Personalprobleme. Um die militärischen Soll-Vorgaben dennoch zu erfüllen, erbat die bundesdeutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen jüngst Amtshilfe beim Vatikan. Mit Erfolg https://www.youtube.com/watch?v=UwIGyEJiDSU

Ich hatte letztes Jahr versprochen, hier ein military tutorial anzubieten. Ich hab das Projekt bereits begonnen. Mein Paket ist angekommen. Allerdings bedarf es noch einer gewissen Zeit, um das Material sonderpädagogisch aufzubereiten. Ihr sollt ja nicht nur lesen, sondern auch was lernen dabei. Ich hoffe, dass das Video euch schon ein bißchen heiss auf das Thema macht. :oops:

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 23.02.2018, 09:24

Ich möchte hiermit darlegen, was ich an den GroKo-Vereinbarungen gut finde. Vorgesehen ist, dass Kinder für die Eltern erst dann haften, wenn sie mehr als 100.000 € verdienen. Wenn Eltern, womöglich beide, ins Pflegeheim müssen (wer die Pflege selbst jahrelang übernimmt, landet oft selbst in der Psychiatrie), dann fallen Kosten an, die höher sind als was die Pflegeversicherung abdeckt. Wenn die Eltern reich sind, kein Problem. Sind sie es aber nicht, dann kann das bedeuten, dass eine Familie auf Existenzminimum lebt, um den Weg der Alten in den Tod zu finanzieren. Sorry, wenn ich das so hart ausdrücke. Aber es ist die Tatsache: wenn ich ein Kind finanziere, wird daraus ein Berufstätiger, eine Mutter oder ein Vater - schlichtweg eine Zukunft. Wenn man das Geld in Alte investiert, da gibt es keine Zukunft. Es kommt der körperliche Zerfall, die Intensivstation und der Tod. Familien in mittlerem Alter sind in einer entsetzlichen Sandwich-Position: sie sollen für ihre Kinder aufkommen und noch die Alten pflegen. An dieser Aufgabe kann frau/mann zerbrechen. Wann haben diese Leute, die alles stemmen müssen, ein eigenes Leben? Wenn die Kinder aus dem Haus und die Alten tot sind, sind sie selbst alt und ihr Leben ist vorbei. Diese Verpflichtungskette führt zu einem permanenten Totenkult, eine Phase eines eigenen Lebens kommt da gar nicht mehr vor. Um diesen Totenkult zu vermeiden, ist es richtig, dass dieses Risiko von der Allgemeinheit getragen wird und nicht von Einzelnen. Sicherlich hat die GroKo dies auch aufgenommen, weil es eine verfassungsrechtliche Problematik gibt. Für behinderte Kinder gibt es meines Wissens diese 100.000 €-Grenze bereits. Welchen Grund sollte es geben, bei alten Behinderten anders zu verfahren?

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 25.02.2018, 15:18

Mit dem Schachverein geht es für die Mannschaft wohl wieder eine Etage abwärts. Die Gegner heute galten als schwächer, haben aber engagiert gekämpft. Ich spielte Remis.

Gestern war ich auf einem wirklich gelungenen Ritter-Fest in der Region. Viele Stände mit hochwertigen Sachen (ich hab mir eine Hirsch-Salami gegönnt), die Reiter-Show mit zerbrechlichen Lanzen und die Pferde mussten durchs Feuer, und etliche hatten einen lebendigen Falken dabei, was ich so auch noch nicht gesehen habe. Dann noch eine Schloßführung, die ich auch sehr gelungen fand. Das war in Kirchberg. http://www.kirchberg-jagst.de/data/ausD ... ?id=752259. Hier in der eigentlich sehr bäuerlichen Region gibt es etliche Prunk-Schlösser. Das Adels-Geschlecht Hohenlohe (das bis heute existiert) hatte nach dem Mittelalter sehr hohe militärische Ämter bei den Habsburgern inne.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 04.03.2018, 12:23

Mich beschäftigt immer noch die Frage, warum das Theaterstück Richard III. nicht gut war. Vorgestern erzählte mir jemand über eine mißratene Opern-Inszenierung. Er berichtete, die Darsteller seien modern gekleidet gewesen. Und das habe er nicht erwartet. Der Intendant von Richard III. studierte anscheinend zunächst Jura und war später in Aachen tätig. Die Darsteller sind in dieser Inszenierung schmuddelig gekleidet, man erkennt sie nicht als Adelige. Der Intendant wollte - wie anscheinend andere Intendanten auch - dadurch wohl eine Brücke zwischen den Zeiten bauen, das Vergangene gegenwärtig machen, und aber auch das Innere äußerlich sichtbar machen: schmuddeliger Charakter, schmuddelige Kleidung. Aber leider scheitern solche Inszenierungen häufig. Das Publikum wird unterfordert, es hat nichts mehr zu entdecken. Man kann diese Art von Inszenierung geradezu plump und ohne großen Anspruch bezeichnen.

Dass sich früher Führungspersonen durch Mäntel, Wappen, Rüstungen, Kronen vom Volk abgesetzt haben, erlaubt, genau durch solche Requisiten die soziale Positionen dann auch augenfällig darzustellen. Der Zuschauer versteht diese Bilder sofort! Wenn da aber einer schmuddelig daherkommt und man muss erst nach langen Textpassagen erschließen, dass dies jetzt der König sein soll .... dann ist das tröge. Ein Theaterstück soll eine Handlung und eine Botschaft haben, aber es soll nicht furzdoof erklären: Guck mal, ein Adeliger war mal so einer, der heute laut sprechen und einen Manager-Anzug tragen würde. Das ist eine, wenngleich ins Negative gewendete, Effekthascherei. Das Publikum stellt den Bezug zwischen Früher und Heute (Machtmißbrauch, Korruption etc.) auch ohne solche "Verständnishilfen" sehr wohl alleine her. Lange Rede, kurzer Sinn: der Versuch, alte Stücke auf modern zu trimmen, ist oft riesiger Mist.

Diese alten Stücke können zum Nachdenken anregen, wie wir heutzutage hohen Status im Alltag darstellen. Der Sakko des Managers ist eine italienische Bauernbekleidung. Heute gilt understatement. Aliens müssten ganz genau hinschauen, um rauszufinden, wer Chef und wer Untergebener ist. Unsere Codes sind heute zu subtil. Deshalb müsste man im Theater eigentlich den umgekehrten Weg gehen: anstatt die offensichtlichen Insignien der Vergangenheit in die schwer dechiffrierbare Moderne umzuwandeln, müßte man die Positionen der Moderne durch die offensichtlichen Insignien der Vergangenheit entlarven. Zum Beispiel wäre dann ein Manager nichts weiter als ein selbstherrlicher Graf, der in seiner Burg hockt und sich um keine Gesetze schert (VW-Skandal?). Und der Kaiser, der urteilt, wie es ihm gefällt: oft kriegt der Graf recht, manchmal vielleicht auch einmal der Bauer. Tidelidi Tidelidö.

Die Schauspieler waren durch die langen Textpassagen überfordert. Man muss da langsam und mit Betonungen an der richtigen Stelle sprechen. Ich hatte den Eindruck, die Schauspieler ratterten ihre Textpassagen möglichst schnell runter, ehe sie den Text womöglich vergessen. Daraus ergeben sich recht klischeehafte und lieblose Dialoge. Die Truppe hätte nochmals zwei Monate dransetzen sollen, um die Rollen tiefer zu durchdringen und modulierter wiederzugeben. Hm, und Shakespeare hätte vielleicht nicht so viel labern sollen. Wenn man sich zu sehr in Sprache verliebt, verliert sie ihren Sinn.

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 17.03.2018, 11:57

Ich war in verschiedenen Dingen unterwegs und hatte deshalb nicht ganz den Kopf, hier was zu schreiben. In Berlin findet das Schach-Kandidatenturnier statt, das man u.a. im SPIEGEL, auf youtube oder auf chess24 verfolgen kann. An anderer Stelle schrieb ich einen Blödelbeitrag zu den Wikingern. Den Titelsong von Vikings "If I had a heart" hab ich mittlerweile analysiert. Give me more ... ich will, ich will, ich will. Hätte ich ein Herz, würde ich dich lieben. Hätte ich eine Stimme, würde ich singen. Daraus lässt sich schließen, dass die Macher von Vikings die Wikinger für raffgierige, herzlose Kulturbanausen halten. Menschen, die außer ihrer Schönheit nichts zu bieten haben. Dann eine Pipi-Langstrumpf-Einlage: ich hänge die Beine aus dem Fenster und frag mich, ob sie den Boden erreichen. Ist das die Hoffnung auf Wachstum oder der Stolz über langbeinige Waden? Die Sängerin Fever Ray stammt aus Schweden, ist nicht mehr ganz taufrisch und vermittelt in weiteren Songs unhistorische girly desperation. Guck mal, Papi, ich bin ganz schmutzig und spring gleich in den Swimming Pool. Zurück zu Vikings. Was ist die Schlußfolgerung aus dieser Serie? Sollten wir eine Obergrenze für Wikinger einführen, da sie die deutsche Leitkultur unterminieren? Sollten wir mehr Schwedinnen importieren, um den Männerüberschuß infolge einseitiger Immigrationsprozesse zu kompensieren? Sollten wir die Macher von Vikings - Kanadier und Iren - vor den UNO-Gerichtshof zerren, weil sie die Skandinavier rassistisch verunglimpfen? Ach Leute, ich weiß es doch auch nicht.

Ich hatte ein military tutorial versprochen. Heute können wir mal mit den Grundbegriffen anfangen. Es gibt die self defence. Darüber hatte ich schon geschrieben. 3 Tipps:
(1) Auf der Straße Umfeld beobachten und Distanzen beachten. Wenn an mir eine verdächtige Person vorbeigeht, drehe ich übrigens immer den Kopf und schaue, ob die Person auch wirklich weiterläuft. Sie könnte nämlich stehen bleiben und mich von hinten anfallen.
(2) Beste Waffe ist eine starke Taschenlampe, um den Angreifer zu blenden.
(3) Wenn ihr ein Messer benutzt, immer auf den Stich konzentrieren und sich ein hierfür geeignetes Messer anschaffen. Messerschnitte sind in der Selbstverteidigung unwirksam.

Jetzt gibt es noch zwei weitere Themen, über die ich demnächst ein bißchen was schreiben möchte. Zum einen über die homeland defence und zum anderen über die home defence. Homeland defence bezieht sich auf die Verteidigung des Landes bei Zusammenbruch der staatlichen Ordnung. Dort würde ich auch die prepper ansiedeln. Davon zu unterscheiden ist die home defence, die Verteidigung der Wohnung, wenn ihr in der Wohnung seid und eine Aktion vor Ankunft der Polizei notwendig ist. Insbesondere bei der Verteidigung gegen Einbrecher sowie für den Nachbarschaftsschutz. Im Gegensatz dazu ist self defence die Verteidigung, wenn ihr unterwegs seid. Bei der home defence habt ihr im Unterschied zur self defence mehr Möglichkeiten, weil ihr in der Wohnung Verteidigungsmittel bunkern könnt, die ihr auf der Straße nicht tragen dürft. Über ein anderes Thema schreibe ich nichts, weil ich davon zu wenig verstehe, obwohl es sehr wichtig ist: der Schutz der Wohnung, wenn ihr unterwegs seid. Zur home defence recherchiere ich gerade und kann deshalb zu diesem Thema demnächst einen sachkundigen Bericht liefern.

Benutzeravatar
Norbert von Thule
Beiträge: 8045
Registriert: 11.06.2006, 21:15

Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule » 19.03.2018, 14:35

Montrose hat geschrieben:(3) Wenn ihr ein Messer benutzt, immer auf den Stich konzentrieren und sich ein hierfür geeignetes Messer anschaffen.
Dein "military tutorial" ist der Hit:

Bild

Montrose
Beiträge: 1207
Registriert: 17.01.2007, 11:18
Wohnort: Aachen

Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 22.03.2018, 14:43

Hinsichtlich Schnitte ist einer zum Hals möglich, weshalb die Polizei in einem Bundesland auch schnittsichere Schals anschafft, zur Stirn (Blut läuft in die Augen und behindert das Sehen) und es wird behauptet, geübte Kämpfer könnten in sekundenschnelle die Sehnen durchschneiden, was ich aber bezweifle. Wichtig ist auch, was ihr mit der anderen Hand macht. Sofern ihr nicht wie Fechter die Waffenhand weit nach vorne streckt und dadurch den Körper schützt, müßt ihr mit der freien Hand etwaige Konter aufhalten. Deshalb diese Hand in halber Höhe halten.

Mir liegt nicht daran, irgendjemanden zu Unsinn zu animieren. Ich gehe davon aus, dass hier nur sittlich-moralisch gereifte Persönlichkeiten mitlesen. Mein Anliegen ist es, die Veytaler soweit zu schulen, dass sie im Notfall überlebensfähig sind.

Um vom Aggro-Trip ein bisschen runter zu kommen und wieder locker und freundlich zu werden, hilft am besten Musik. Vor der nächsten Lektion Hände und Beine ausschütteln und auf den blauen Text klicken https://www.youtube.com/watch?v=LXDl3fBmFZ8

Antworten