Eckball

Was geht außerhalb vom Mittelalter?
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Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 01.12.2018, 12:33

Jaja, ich hab mal wieder rumgejammert wg. Digitalisierung usw. Ich habe das gelöscht. Es wird genug da draußen geben, die meinen, das seien Luxusprobleme. Aber wenn ihr einen Maler beauftragt, wollt ihr ja auch, dass die Wand sauber ist. Und so ist das mit politischen Entwürfen auch. Wenn Politiker und Politik zu blöd sind, dann ist das einfach nur eine Beleidigung gegen das Volk. Und daß nach der Rechtschreibreform und Schreiben nach Gehör jetzt die Digitalisierung an Schulen der nächste Rohrkrepierer sein wird, da bin ich mir sicher.

SPIEGEL vermeldet, durch den Klimawandel werde Paris, London und Polen unter Wasser sein. Da frage ich mich, ob es nicht ökologischer wäre, wenn die Niederlande oder Bayern absaufen. Dann wären die Anfahrtswege zum Strand nicht so weit.

Nachdem die rechte politische Mitte langsam wieder erstarkt, darf man wohl auch wieder Frauenwitze machen. Mir ist heute einer eingefallen. Warum sind Frauen dicker als Männer? Damit sie sich beim einparken nicht so hart anstoßen. Hähähäh, der war gut.

Heute Abend wieder crime-time. Gruselgrusel. Die Qualität ist mir eigentlich wurscht. Leitmayr und Batic sind meine Lieblingskommissare neben dem Kölner Gespann.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 08.12.2018, 00:23

Kann jemand von euch italienisch? Soll er sich mal bei mir melden.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 09.12.2018, 22:27

DER SPIEGEL-Kritiker wird mit seinen TATORT-Bewertungen treffender. Der Krimi "Vom Himmel hoch" hatte Schwächen. Vor allem logische.

1) Unterlagen beim ermordeten Psychiater, da seien die Patienten-Adressen unvollständig .... geht gar nicht, wird immer digital eingelesen. Der Drehbuchautor spielt mit Klischees wie dem unordentlichen Akademiker, hat aber keine Ahnung vom realen Ablauf einer Praxis.

2) Streit Kommissarin-Staatsanwalt, Fall soll nicht an die große Glocke gehängt werden. Später chartert die abwiegelnde Staatsanwaltschaft sogar einen Hubschrauber. Das ist ein inhaltlicher Widerspruch. Abgesehen davon, dass die Gefahr so bedeutsam ist, dass sie nicht verschwiegen werden dürfte.

3) Es werden gleich 2 At.tent.äter(gruppen) losgelassen. Die eine, die Kurden, halten einen langen Monolog, sie übten den Anschlag aus, um publicity in der Allgemeinbevölkerung zu gewinnen. Das zeigt, dass der Autor die Prinzipien des Terr..orismus nicht verstanden hat. Um Te.rror zu verbreiten, wird die Zivilbevölkerung attackiert (wie damals die Kaufhausbrände der RRAAFF, oder der A.nschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin). Anschälge auf Mili.tärs ist kein Te.rr.or, sondern Guerrilla-Taktik. Die Begründung der Tat ist demnach unsinnig. Wie zu einem anderen Tatort bereits erwähnt, faselt der Drehbuchautor seine persönliche Ansichten runter anstatt das Stück sprechen zu lassen.

4) Die Motivation der Att.entäterin ist noch wirrer. Ist sie verrückt, hat die Army sie so gemacht (wie soll das vonstatten gegangen sein), was will die eigentlich? Ein ordentliches Drehbuch hätte sich vielleicht auf diese eine Frau konzentriert und versucht, ihre Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Das wäre eine interessante Geschichte geworden.

5) Was ist die Botschaft dieses Krimis? Die verschiedenen Handlungsstränge laufen nicht zusammen, es bleibt ein Wirrwarr.

Mich und viele andere Zuschauer berührt es peinlich, wenn ein ernstes Thema so verkitscht-inhaltslos verfilmt wird. Wieder wie oben: es wird auf Kameraeinstellung und action geachtet, aber leider eben nicht auf den Sinn der Handlung. Fazit: ein miserabler Tatort.


Wegen italienisch hat sich keiner gemeldet. Wie kann das sein? Die Staufer-Könige, denen ihr doch nacheifert, waren ständig in Italien. Also wenn ihr authentische Ritter des Hochmittelalters sein wollt, muss doch wenigstens einer italienisch können. Ich hab mal eine skurrile Expedition mit dem Fürstenpaar in Eschweiler durchgeführt. Das wäre mal ein Ding, wenn man sowas in Italien starten würde. Dinge erkunden, die kein Reisebüro anbietet.

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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule » 11.12.2018, 11:13

Montrose hat geschrieben:Wegen italienisch hat sich keiner gemeldet. Wie kann das sein?
Parliamo latino con le legioni romane, capisci?

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 13.12.2018, 06:46

Welche erfreuliche Überraschung.

Ich war wieder unterwegs. Sind die Veytaler 2019 wieder auf der Hardenburg? Wäre denkbar, dass man sich da über den Weg läuft.

Ich kann nicht beurteilen, ob die obigen Äußerungen tatsächlich italienisch sind. Aber die Begeisterung zählt. Interessanterweise ist die Via Appia laut google nur ein Katzensprung von einem Flughafen weg.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 15.12.2018, 02:41

Es ist zwei Uhr dreißig nachts. Mondlos säuselt ein kalter Wind durch die dürren Äste eines winterlich entlaubten Gebäums. Bei den Veytalern ist Italienische Woche. Der Fürst träumt von einer Bruschetta al pomodoro. Das Feuer in der Kemenate läßt die Holzscheite knacken. Der Nachtwächter zieht seine Schlappmütze über die kalten Ohren und summt ein Lied gegen die Müdigkeit. Ein Hund schnarcht auf seiner Decke. Des Nachtwächters melancholische Melodey entführt in einen friedvollen Schlaf. Brucia la terra.
Brucia la terra.

https://www.youtube.com/watch?v=LjGipV9A8NA


Na, da editiere ich doch mal statt eine neue Antwort zu schreiben.

Schach: Mannschaft verloren, ich hab immerhin in einer sehr kämpferischen und kreativen Partie gegen die Sizilianische Verteidigung gegen einen stärkeren Spieler ein Remis geholt.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 20.12.2018, 21:46

American Mafia -Vergebung ist keine Option (1999). Toller Film. Gedreht in Los Angeles.

Die Killertante hat schwarze, leicht gelockte, relativ dünne Haare, blaue Augen und - wie man in der Mitte, als sie den Gangstern folgt, sieht - einen wohlgeformten Hintern. Superknusprik. Dieser Typus ist relativ selten. Ihr Gegenpart ist 7 Jahre jünger - ich hab das gerade auf Wikipedia recherchiert. Sie Jahrgang 1967 (Gabrielle Fitzpatrick), er (Phillip Rhys) 1974. Die kriegen sich am Ende trotzdem. Kennt jemand so eine Art Frau? Bitte Adresse und Telefonnummer.

Für alle, die eher auf Männer stehen: Florian Silbereisen ist wieder Single. Irgendwie hat das mit der Schlagersängerin doch nicht so geklappt. Ein irisches Sprichwort besagt When she always sings there is no time for other things.

Was gibt es sonst Neues? Mich wundert, dass der Mensch als Species überlebt hat. Stellt euch einen Löwen in der Savanne vor. Auf der einen Seite eine Antilope. Auf der anderen Seite dieser nackte Zweibeiner, den man nicht lange enthaaren muss, bevor man ihn fressen kann. Und der auch nicht besonders schnell weg läuft. Hm. Vielleicht war es dem Löwen zu langweilig, so etwas zu jagen.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 27.12.2018, 17:59

In Stuttgart ist bis 19.1.2019 im Alten Schauspielhaus Hair zu sehen. Das hat mich total begeistert.

Im Museum Altes Schloß ist bis April eine Ausstellung zum Thema Schwert. Nett, aber kein Muß.

Kino zur Weihnachtszeit: absolut tote Hose. Selbst Johnny English hat mich nicht geflashed.

Tatort: ich glaub, der vorletzte ging so. Der gestrige Frankfurt-Tatort = voll Banane. Kommissarin läuft mit einem Loch in der Schädeldecke rum und ermittelt. Was ist die Botschaft? Habt euch nicht so, ihr Memmen, mit gebrochenem Bein zum Marathon und das bißchen Grippe hält einen doch nicht vom Job ab. Scheißbotschaft.

Polizistinnen auf dem Weihnachtsmarkt. Sogar mit Maschine#npisto.le. Ich bin begeistert! Dafür zahle ich doch gern meine Steuern.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 30.12.2018, 22:12

"Friß oder stirb", ein brillanter Tatort! Es geht doch. (Die Schlußszene Kommissarin und Managerfrau hätte ich weggelassen. Die Szene davor war der stärkere Abschluß.)

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 06.01.2019, 17:12

Im Januar sollen sich Frauen nicht rasieren. Das könnt ihr im Internet selbst recherchieren.

Stichwort: Januhairy

Dieser Ratschlag geht auf einen mittelalterlichen norwegischen Brauch zurück.
Wenn sich eine Frau im Januar rasiert, wird sie häßlich.
Sie bekommt Haarausfall, einen fetten Nacken, eine spitze Nase.
Und ihre Brüsten hängen wie Kartoffelsäcke bis zu den Knien.
Odin hat den ersten Menschen aus Holz geschnitzt und nannte in Pinocchio.
Wer sich im Januar rasiert, bekommt einen solch dicken Hintern, dass sich darin die Rentiere verirren.


Quelle: Aldä Büchääs



Hab ich schon mal über den Western °Purgatory" geschrieben. Er ist wirklich sehenswert. Vielleicht wird man durch solche Filme besser.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 09.01.2019, 23:14

Die haben "Das Mädchen auf der Treppe" von youtube raus genommen. Man soll jetzt 3 Euro fürs Gucken zahlen. Und in der ARD-mediathek ist es auch nicht. Das war ein Kult-Tatort-Krimi von 1982 mit der Musik von Tangerine Dream. Ich hab niemals einen Krimi gesehen, in der Atmosphäre, Psychologie, Musik so zusammengepaßt haben. Die nachdrückliche Darstellung einer Ausnahmesituation und der Versuch, damit fertig zu werden. So etwas muss man doch unter Denkmalschutz stellen und jedem zugänglich machen!

Wir sterben. Mit jedem Weg, den wir gehen, bröselt hinten etwas weg von der Strecke. Das Nichts verfolgt uns, die Leere. Ich merke das immer an der Musik. Wenn Gruppen, die ich mal toll fand, heute keiner mehr kennt. Umso mehr hab ich Respekt vor Mozart u. a., welche die Jahrhunderte überstanden haben. In der Musik wird wie ein Fossil im Bernstein, wie eine zerbrechliche Mücke, die Zeit eingefangen. Wenn man sie viele Jahre danach wieder aufführt, kann man nachspüren, wie es demjenigen ergangen ist.

Mittlerweile schätze ich die Kunst höher als die Wissenschaft. Denn die Kunst bleibt ewig perfekt, während sich die Wissenschaft ständig selbst des Irrtums überführt. Aber auch die Kunst ist ein blutiges Schlachtfeld. Denn wer weiß schon, wie viele Lieder niemals aufgeführt wurden, obwohl sie weitaus besser waren als die bekannten. Oder Theaterstücke, die einen Shakespeare beschämt hätten, aber von einem Lektoren mit dem Verstand eines Grundschullehrers verdammt wurden? Ja, wenn man wenigstens solch einen noch finden würde, aber diese Leute haben sich doch alle in den Panic-Room ihres Establishments verkrochen. Trinken den Sekt heimlich unter einer verstaubten Decke.

Wenn es eine Wahrheit gibt, so muss es einen Gott geben. Denn beim Menschen kann die Wahrheit nicht sein, er ist ein zu löchriges Gefäß. Wie wenn man den Weidekorb mit Wasser befüllt und dieses aus dem Geflecht hervorrieselt. Vita brevis ars longa.

Schimaaansky, ich vermisse dich.


Nachtrag: Es gibt Hoffnung. Das Gute bleibt bestehen! Auch dieses Jahr wird wieder der Wuthering heights day gefeiert, und zwar am 14. Juli 2019. 8) Das könnt ihr schon mal in eurem Kalender vermerken. Da trifft sich jedes Jahr auf der ganzen Welt ein flashmob, um Kate Bushs Wuthering hights wieder aufzuführen. Wer hier alle Beiträge gelesen hat, ist irgendwo mal auf Kate Bush gestoßen. Auch so eine superfantastische Künstlerin - das Lied wurde 1978 veröffentlicht. Da sind mehrere clips in youtube über den Wuthering heights day 2018. Das müsst ihr euch angucken. Die haben rote Kleidung an und dann oft ein schwarzes Accessoire (Gürtel, Haare). Das sind die Veytaler Farben!


Hier z. B. https://www.youtube.com/watch?v=goE2XEPm3q4


Nachtrag2: Kühlschrank ist wieder voll, der Schnee kann kommen. Ich hab mir mal die anderen Videos zum Wuthering heights day angeguckt. Unsere deutsche Frauen sehen im Vergleich zu denen aus anderen Ländern gar nicht mal schlecht aus. Jaaa, es zahlt sich also doch aus, dass die ökologisches Happihappi aus biologischem Anbau zum Essen bekommen. Die Amerikannerinnen stopfen sich hingegen die Hamburger rein wie der Cowboy die Patronen in seinen Colt. Und das sieht man dann auch.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 13.01.2019, 12:33

Die Choreographie in Melbourne 2017 ist besser als die in Berlin.


Also ich würde mal folgende Platzierung vorschlagen:


1. Platz Deutschland: weil die Tänzerinnen sich ökologisch ernähren und im Sinne der Gleichberechtigung auch Männer mitmachen dürfen. Heimat der Bewertungsjury (ich).

2. Platz Großbritannien: die Stimmung ist gut herübergebracht und es dürfen Männer mitmachen. Feenhafte Tänze. Ursprungsland des Wuterhing heights day.

3. Italien: weiblicher Bewegungsduktus bei hohem Engagement. Schön anzusehen.

4. Platz Australien: für die beste Choreographie und weil sie auf dem Wüstenkontinent noch eine grüne Wiese zum Tanzen gefunden haben.

5. Platz Schweden: federnde Spannkraft, sieht aus wie ein heidnischer Volkstanz. Passend dazu Grabhügel im Hintergrund und bewölkter Himmel. Wüßte zu gerne, welche Gottheit die da heraufbeschworen haben.

6. Platz U.S.A.: weil die anderen besser sind. Vergleicht man das mit den Briten: die Amerikaner machen nur Show, die Briten leben das.

7. Platz Israel: die lächeln zu viel. Das passt nicht zu dem Stück.

8. Platz Norwegen: weil die nicht einmal eine grüne Wiese gefunden haben. Die nordischen Tänzerinnen sind nicht so zerbrechlich wie man es eigentlich von der Vorlage erwarten würde.

9. Platz Irland: mir ist nicht ganz klar, ob die bartlosen Menschen rasierte Männer oder unrasierte Frauen sind. Nordisch-kraftvoll ohne die notwendige Zerbrechlichheit (siehe Norwegen).

10. Platz Niederlande: Hat mich nicht überzeugt. Könnte aus dem Werbevideo einer Krankenkasse stammen. Die Bewegungen sind nicht falsch. Aber es fehlt das gewisse Etwas.


Ich wäre wirklich gespannt, was die Franzosen, Türken und Russen aus dem Wuthering heights day machen würden.



Ein Tutorium für die Tanzschritte stammt aus Kanada: https://www.youtube.com/watch?v=IziOMwBu7ws Die Tänzerin Hilary Bergen ist nicht nur sexy, sondern sogar schlau. Laut Internet hat sie Fachartikel veröffentlicht, z. B. mit dem Titel: Pornography, Ectoplasm, and the Secret Dancer.

Das hier ist kein normaler Ritterclub. Sondern wir versuchen, Leben in die Rüstung zu bringen. Deshalb sind Exkurse in die internationale Bühnenwelt unerläßlicher Ausdruck Veytaler Selbstverständnisses.



Nachtrag: Tatort - ich fand ihn stinklangweilig.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 18.01.2019, 18:44

Ich glaube, es ist Zeit, vor gefährlichen Tieren zu warnen: https://www.youtube.com/watch?v=sUVuaja6u0E


Mittlerweile neigt man dazu, das europäische Schwert dem japanischen doch als überlegen anzusehen.
Nichtsdestotrotz können wir noch viel von der asiatischen Weisheit lernen. Siehe dies: https://www.youtube.com/watch?v=-zNP7-unHrw
:lol:


Jaja, zu viel Filme gucken. Aber draußen ist es arschkalt. Dann darf man das. Bei dem Bozen-Krimi "Leichte Beute" zeigt sich einer der Figuren ziemlich brutal. Man kann hier beobachten, wie die Motivation für dieses Verhalten im vorderen Teil des Filmes eingeführt wurde ("Ich will nie wieder in den Knast"). Das ist vom Drehbuch her vorbildlich gemacht. Der gesamte Krimi ist gut gelungen. Die Charaktere sind differenziert und glaubhaft, obwohl die Story eigentlich eine ziemliche Räuberpistole ist.

Bei Neuzugängen hier im Forum gibt es mal wieder sinnfreie Buchstabenfolgen, es sei denn, ich kenne da mal ein Computerspiel wieder nicht. Der Oberbeschützer hier sollte sich solche User genauer angucken. Falls es wieder die Chinesen sind, die hier Kulturstudien betreiben (Wi funktioniele Eulopäel) .... oh Mann, ihr könnt euch doch mit euren Echtnamen anmelden.

Der vorletzte Neuzugang Hanrana verweist in meiner google-Recherche auf Arslan Ali. Keine Ahnung, worin der Zusammenhang bestehen soll. Ich hab euch doch schon immer gesagt, dass dieses Forum nur vornerum ein Ritterforum ist. Ritter hähähä, glaubt ihr auch noch an den Klapperstorch? In Wirklichkeit treffen sich hier die Gehe.md.einst####e, um sich ungestört auszutauschen. Dieses Ritter mit dem komischen Helm aus der K-und-K-Monarchie (Husarenregiment) hat sogar einen Peilsender in seiner Mütze.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 20.01.2019, 22:09

Der heutige Dortmunder Tatort "Zorn" hat mir richtig gut gefallen. Die melancholische Musik, einfach aber mit passendem Sound. Die Figuren haben sich weiterentwickelt. Diese Jungpolizistin bekam einen gleichwertigen Gegenpart (während der Ex-Freud in früheren Krimis nur Opfer ihres Zickenterrors war). Sie ist nicht mehr so überlegen-läppisch drauf, spricht deutlicher, ist weniger geschminkt, lässt neue Nuance erkennen (Ärger, Überforderung). Das ist wirklich gut gemacht. Die kommt jetzt glaubwürdiger rüber. Der Hauptkommissar Faber darf endlich mal wirklich Held sein und nicht nur einer, der durch Erdulden und Andersartigkeit durchkommt. Seine Gesprächsführungstechnik ist wirklich super. Ein neuer Schimansky ohne Fäuste. Der Krimi zeigt den Unterschied zwischen Lehrling und Meister. Die Jungpolizisten scheitern an den Vernehmungen, Faber hingegen rettet einen Menschen. Die Schauspielerin der Hauptkommissarin tat mir anfangs leid, weil sie wieder eine kranke Rolle spielen mußte. Früher hatte sie Liebesprobleme, diesmal Bandscheibe. Die gesellschaftsmoralische Botschaft: weil man bei Ärzten keine Termine bekommt, muss man zu Esoterikern, was aber auch nichts bringt. Ganz witzig gemacht und mancher im Publikum wird denken "genau so isses." Ein Krimi nahe am Zuschauer. Naja, fast. Eine der verhörten Frauen wollte einfach "nur weg von hier", obwohl sie eine riesige Wohnung hatte. Bei solchen Verhältnissen wär es mir wahrscheinlich egal, ob draußen noch ein paar Bohrtürme rumstehen.

Mal sehen, was der SPIEGEL-Kritiker dazu meint. 7 von 10 Punkten. Naja, ein Pünktchen mehr könnte es schon sein. Er gab Punktabzug, weil zwei Themen - Ruhrpott und Reichsbürger - vermischt wurden. Das stört wohl die Einheit der Handlung. Würde ich jetzt nicht so sehen. Ganz im Gegenteil: in Umbruchzeiten machen die Menschen eben komische Sachen. Für mich ist das schlüssig. Mann, hat der Kritiker eine Scheiß-Frisur (kann man in SPIEGEL-online sehen). So eine "Früher-war-ich-vielleicht-mal-wild-aber.heute-bin-ich-ein-Tigerchen-Frisur. Och nö, wenn man in dem Alter keine Glatze hat, dann sollte man das auch zeigen. Alles andere ist Verrat.

Der Kritiker fühlt sich durch diesen Tatort an "Coal Miner's Daughter" von Loretta Lynn erinnert. Okay, akzeptiert.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 27.01.2019, 20:40

Nach 10 Minuten hab ich schon die Schnauze voll von diesem Tatort. Mir tun die Schauspieler so unendlich leid. Da muss wieder eine Türkin eine Türkin spielen und eine Blondine einem Mann den Hosenstall aufmachen. Und dann kommen da völlig wirr irgendwelche weiteren Personen vor. Das ist doch einfach nur völlig sinnloser Quatsch. Nach 15 Minuten schalte ich aus und schau in youtube nach einem richtigen Film. SPIEGEL gibt 4 von 10 Punkte. Wieder daneben. Der Film ist Minus 20.

Schach gewonnen 8) Positionelles Opfer mit Angriffsstellung. Hab ich bisher so auch noch nie aus dem Hut gezaubert. Einfach mal so aus dem Bauch raus .... wumms. Man muss nicht immer alles durchrechnen. Manchmal hat man das im Gefühl, die Figuren stehen gefährlich, das muß einfach gut sein. Der Rest ergibt sich dann von selbst. Die Initiative ergreifen = Den Gegner psychisch unter Druck setzen, ihm Probleme stellen, daß er nur noch am Rätseln und Grübeln ist. Irgendwann macht er dann Fehler.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 31.01.2019, 13:51

Im folgenden geht es darum, dass eine Journalistin sich in 12 Stunden einen Popsong schreiben ließ: https://www.youtube.com/watch?v=r3DBFo3LyrQ

So etwas mach ich nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass ich passend zu dir eine mittelalterliche Gestalt entwerfe. Einfach damit du auf dem Mittelaltermarkt, bei deinen LARP-Freunden oder überhaupt cooler ankommst. Deine Freundin wird dich nie wieder besoffen von der Seite anschnauzen: Bissebisse gar kein Ridda. Bisse Rolf. Wir können da eine Menge ausprobieren. Deine Ohren länger machen, dich schlauer machen, oder dass du plötzlich wie ein Piraten-Kapitän am Seil hängend die Zinnen enterst. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Teste mich. The Knightmaker

Nachtrag: Auf SPIEGEL online ist heute ein Test, ob man eine Zombie-Apokalypse überleben würde. Ich habe den Test bestanden: ich würde die Zombies überleben.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 03.02.2019, 15:00

Was soll mein Gedöns.
Ich kann doch einfach schreiben, dass mir das letzte Tatort-Gespann zu exotisch war.
Und dass allgemein betrachtet in Politik und Kultur die falschen Leute ein Mikrofon in der Hand halten.

Deutschland ist eine Parodie seiner selbst geworden. An führenden Positionen sind die Leute nicht damit beschäftigt, etwas Bedeutsames zu tun, sondern nur so zu tun, als ob sie etwas Bedeutsames täten.

Die Meinungsbildner sind in der Minderheit. Man könnte sie jederzeit überstimmen. Man sollte dies auch tun, und zwar ohne Witz, sondern ernst. Humor und Satire ist auch nur eine Form von Feigheit, weil sich jemand darauf zurückzieht, dass er nur scherze. Aber wenn er es ernst meint. Es gibt genug Dinge in Politik, Kultur und Wissenschaft, die einfach nur Quatsch sind. Dennoch werden sie mit großer sozialer Gewalt verteidigt, weil daran Pöstchen hängen. Faschismus wird als moralische Ausnahmesituation gesehen. Dabei ist Faschismus heutzutage gang und gäbe. Faschismus meint: Macht alleine um der Macht willen. Und genau darum geht es meistens. Die dazugehörenden Verlautbarungen und Empörungen sind nur ein Mittel zum Zweck, beliebig austauschbar.



DAS IST COOL https://www.youtube.com/watch?v=2TubjtZhD0w Der Film zeigt die highlights französischer und deutscher Keltenforschung. An manchen Orten des Films war ich selbst schon.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 10.02.2019, 20:42

Ja das ist natürlich schade, dass es mit Hardenburg nicht klappt. Das Leben ist wie ein Frühlingstag, mal Sonne, mal Regen.
Manchmal kann das ein Ansporn sein, neue Dinge auszuprobieren.
Ich bin in den letzten Tagen so viel Zug gefahren, dass mein Hintern ganz taub war. Like a rolling stone. Und jetzt hätte ich Lust auf Streuselkuchen.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 15.02.2019, 13:01

Ach, es gibt sie noch, die heile Welt. Bei den Rittern des Westens.

https://www.youtube.com/watch?v=nGIUtLO_x8g

(Adresse in euren Browser kopieren, dann kann man es angucken. Es lohnt sich!!!)



Natürlich habt Ihr sofort erkannt, dass es sich um Kacey Musgrave, die grammy-Gewinnerin handelt. Das Lied ist ein Frühwerk mit einem recht plumpen Sprachwitz: "Mind your own biscuits" statt "mind your own business" = kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten. Das ist natürlich rechtskonservatives Gedankengut aus Amerika: der selfmade-man statt sozialer Absicherung, "jeder züchte seine eigenen Gänseblümchen", dann wird alles gut. Diesen Kommentar musste ich jetzt ergänzen, weil es eben nicht nur um Witzchen oder Musik geht, sondern um ein verkapptes politisches Statement. Mir ist im Moment nicht wichtig, ob ich das Statement gut oder schlecht finde. Mir geht es darum, dass das vom Zuhörer - bzw. von Euch - überhaupt erkannt wird, dass auch in der Unterhaltung potentiell propagandistische Elemente drinstecken.

Nichtsdestotrotz: hübsch anzuschauen.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 16.02.2019, 17:49

Leider muss ich die Veytaler tadeln, dass sie keltische Feste wie Imbolc feiern. Das ist nicht mehr auf dem neuesten Stand der Religionswissenschaft.


Richtig ist, dass im griechisch-römischen Kulturkreis der Monotheismus in Apollon bereits vorgedacht war (a - pollon = nicht viele) als (unbeabsichtigtes bzw. vermutlich nur zufälliges) Gegenstück zum ägyptischen Aton. Apollon (phoebus), Helios und Aton waren jeweils der Lichtgott. Kleine Nebenbemerkung: der Auszug Israels aus Ägypten fand zur Zeit Echn-Atons statt, der möglicherweise die Israeliten zum Montheismus inspirierte und damit der "Erfinder" von Juden-, Christentum und Islam war. Das behaupte ich jetzt einfach mal so als Provokatiönchen. Ihr könnt ja selbst mal drüber nachdenken, ob da was dran sein könnte.

Apollon wird in der späteren römischen Antike mit Sol gleichgesetzt, während seine Schwester Artemis bzw. Diana dem Mond zugeordnet ist.

Das ist jetzt kein esoterischer Schwachsinn, sondern historisch richtig. Der Hammer kommt ja erst noch.

Der Erfinder des Katholizismus war Kaiser Konstantin, der jedoch in der Tradition seiner Zeit sich als Sonnengott verehren ließ und von Apollo den Auftrag zur Weltherrschaft bekam. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=uHMqAzu33UI so nach 2 Minuten). Das Konzept einer monothestischen Lichtgestalt war also gebahnt, nur dass ein früherer Gott durch Christus ersetzt wurde.

Würde man in hinduistischen Kategorien denken, dann könnte man analog zu den verschiedenen Wiedergängergestalten des Vishnu, z.B. als Krishna, Christus als Neuerscheinung des Apollon sehen.

Das hört sich wirr an, entspricht aber durchaus römischem Denken, das im Sinne der Integration und Befriedung versuchte, andere Vorstellungen aufzugreifen. Ich gehe davon aus, dass sich das Christentum genauso wie der östliche Mithraskult im Westen ausbreitete, weil es halt exotisch war. So, wie wir heutzutage gerne Samuraifilme angucken oder auch sonst vom Fremden einen angenehmen thrill erfahren. Traditionelle chinesische Medizin zum Beispiel, die in China selbst völlig verpöhnt ist, aber bei uns als besondere Weisheit gilt. Oder denkt an unsere Urlaube. Wie lieben es die Menschen, nach Thailand, Yucatan, Nepal zu reisen - Hauptsache weit weg. Man könnte auch sagen, solche fremden Einflüsse gelten als chic, als modisch, als hipp, als trendy, als modern, als avantgard.

Kaiser Konstantin , politisch geschickt wie er war, griff die damalige Mode Christentum auf .... etwa so, wie wenn unsere Kanzlerin demonstrativ ein Handy benutzt oder twittert .... einfach um dem Volk zu signalisieren: ich mach eure Mode mit, ich bin bei euch.

Also, das Apollo-Konstantin-Katholizismus-Christentum hat sich gegenüber keltischen Traditionen durchgesetzt. Die Römer waren eben nach wie vor stark, während die Kelten ihre Blütezeit längst hinter sich hatten.

Und die Gegenwart? Apollon lykeios schützt die Herden vor den Wölfen. Vielleicht kann uns der katholische Apollon-Christus-Papst vor den GRÜNEN schützen und damit helfen, dass Wölfe nicht zunehmend Tiere und Kinder bedrohen.



Meine Fresse, ist das alles gut durchdacht. Wir Veytaler könnten sofort einen Geheimbund der Wissenden gründen. 8)

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 17.02.2019, 21:47

Die Blumen, die ich mir zum Valentinstag kaufte, machen mich ganz traurig. Man sollte Blumen nicht köpfen und völlig entwurzelt in ihrem eigenen Saft sterben lassen. Genauso wenig, wie die Fichte für eines der christlichsten aller Feste aus seinem heimeligen Walde zu entführen ist. Wie schändlich. Genügt es denn nicht, dass mir die Pflanzen verdorren, weil ich sie zu wenig gieße.

Montrose philosophus

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 24.02.2019, 17:12

Seit gestern Abend bin ich richtig traurig. Das gibt sich aber wohl wieder.

Der Anlass: ich war zum ersten Mal in einer Oper. Hatte sonst nichts zu tun und dachte, ein bisschen Tralala. Dass ich so beeindruckt werde, hatte ich nicht erwartet.

Stuttgarter Oper. Altes Gebäude, Säulen, Kronleuchter, Emporen mit wohl 15 Meter Tiefe, eine vor allem nach hinten riesige Bühne. Wenn man bei den Emporen nicht gerade die äußersten Blöcke nimmt, hat man eine phantastische Sicht auf alles. Wenn man unten sitzt, nicht unter die Emporen gehen, denn sonst sieht man die Texteinspielung nicht mehr. Die Texteinspielung ist wirklich super. Da kann man die deutsche Übersetzung sehen und damit die italienische Oper auch verstehen.

Madame Butterfly. Das Stück wird im März und April nochmals aufgeführt. Ein amerikanischer Marineoffizier heiratet zum Spaß eine blutjunge Japanerin. Die nimmt die Sache total ernst und wartet darauf, dass der Offizier wieder kommt. Diese Situation wird musikalisch ausgewalzt, was dann aber auch seine Wirkung nicht verfehlt. Wie gesagt, ich kam total traurig und verstört raus und hab mich bis heute noch nicht ganz gefangen.

Das Stück ist genial und mutig. Der Komponist Puccini wagt eine Asymmetrie: obwohl der Offizier an der Tragödie mitbeteiligt ist, hat Madame Butterfly einen deutlich größeren Gesangspart. Zweitens und total herzerweichend: an einer Stelle hört der Gesang ganz auf, Madame Butterfly steht minutenlang mit ihrem Brautkleid da, nur die Musik spielt. Man kann richtig mitfühlen, was für eine Qual dieses Warten auf den Mann ihrer Liebe ist. Drittens: die Kulisse ist sparsam. Das hatte ich schon mal geschrieben, dass das sehr sehr gut ist. So ein Stück wirkt durch die Darsteller und nicht durch Kulissenfirlefanz.


Was macht hier eigentlich die Tragik aus? Oder soll ich sagen: die bürgerliche Tragik? Nun, man hätte sich einen guten Ausgang der Handlung vorstellen können. Ein happy end sozusagen. Aber die Protagonisten - insbesondere der amerikanische Marineoffizier - können mit ihrer Freiheit nicht umgehen. Und dabei findet sich quasi die Antithese von Goethes Werther. Goethe verhöhnt in seinem Werther die Romantik. Seine Sicht ist: wären doch mal alle vernünftig geblieben, dann wäre alles gut gewesen. Puccini ist anders zu deuten: wenn der Marineoffizier zu seinen Gefühlen gestanden hätte und dabei geblieben wäre, dann wäre alles gut gewesen. Das Widerliche an solcher Oper - und vielleicht der Tragödie schlechthin - ist, dass es manchen daran erinnert, selbst schon geirrt zu haben. Alle anderen können sich genüsslich zurücklehnen und sich sagen: nur gut, dass ich nicht so närrisch wie diese da war. Leidenschaft ist, was Leiden schafft. Jedenfalls ganz ganz großen Respekt an die Künstlerinnen und Künstler, die so etwas Großartiges auf die Bühne zaubern.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 26.02.2019, 21:08

Der Sänger von Talk Talk, Mark Hollis, ist gestorben. Der SPIEGEL verweist darauf, dass Talk Talk nach ihrer Erfolgsphase experimentelle Musik machte, die kommerziell nicht mehr erfolgreich war. Ein Album hieß "Spirit of Eden". Ich hab mal auf youtube reingehört. Sehr interessant.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 01.03.2019, 10:18

Ich hoffe, dass die Neuzugänge, die hier schreiben, sich auch mal persönlich bei den Veytalern zeigen!
Alle Vereine haben Probleme, neue Mitglieder zu finden und zu halten, weil die Welt vor dem Computer zu betrachten eben doch bequemer ist.

Mein Vorschlag ist, Interessenten ein Begrüßungsgeschenk zu machen, damit sie mehr an uns Ritter gebunden werden. Das muss nicht unbedingt teuer sein. Für Frauen und Mädchen zum Beispiel Strümpfe mit aufgesticktem Pferdemotiv. "Och, guck mal, so ein süüßes Pony." Und für Männer das berühmte Veytaler Reise-Klapp-Schwert für Anfänger. Ich habe hier gerade eins vor mir. Es ist gelb, ungefähr 2 Meter lang, Hartholz mit Metallbeschlägen und auf der Klinge sind kleine Striche und Zahlen 1 2 3 4 5 6 ....

Ansonsten sind die heutigen Nachrichten durchwachsen. Fans von Schwesta Ewa werden in Foren als Dummköpfe beschimpft. Das kann ich nicht gelten lassen. Die Frau war mit dem Management ihrer Service-Agentur überfordert. Anstatt sie jetzt in den Knast zu schicken, hätte auch ein Kurs in gewaltfreien Führungstechniken gereicht. Ganz allgemein betrachtet entstammt der Gangsta-Rap ohnehin nicht einem abgehängten Immigrationsprekariat. Sondern es ist das Produkt des saturierten Mittelstandes, der seine eigene Anpassungsbereitschaft nicht mehr erträgt und deshalb eine freie Gegenkultur zusammenphantasiert. Ich nenne das den Rammstein-Effekt, denn Rammstein ist für mich ein Paradebeispiel, wie Leute pöhse sein wollen und sogar mit ganz rechts sympathisieren (sprrrächen wie därrrr Führrär), ohne es wirklich zu tun. Die härtere Popkultur inklusive Rap ist der Versuch, einem kastrierten Volk einen Gummischwanz anzuschrauben, damit es so aussieht, als ob es nicht kastriert wäre. Isses aber.

Und dann soll das Bargeld stärker abgewertet werden als das E-Geld. Das klingt wie durchgeknallte Science Fiction. Jedenfalls ist nicht mal das Geld mehr sicher. Für junge Geschichtsbegeisterte ist das ein phantastischer Zustand. Nachdem wir 75 Jahre Frieden in Europa hatten, bereiten überforderte Finanzpolitiker (überfordert wie Schwesta Eva) den Boden für ein Szenario, bei dem es mal wieder richtig krachen wird. Die Zeiten mögen im Moment ruhig erscheinen .... sie bleiben es aber nicht.

Wer Schwesta Eva nicht kennt, die Adresse mal eingeben: https://www.youtube.com/watch?v=-7IjuLES4XQ Rap von Männern guck ich mir nicht an, weil die kindisch sind. Den Eminem-Diss von Mashine Gun Kelly find ich noch gut.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 05.03.2019, 02:12

Na ich hoffe, ihr feiert noch schön Karneval.

Das da ist toll: https://www.youtube.com/watch?v=zSwQ1icECNg

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