Eckball

Was geht außerhalb vom Mittelalter?
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Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 26.06.2019, 19:13

Ich stehe am Berg. 20 Grad unter Null. Der Sturm wirbelt vereiste Schneekristalle auf. Ich sehe kaum meine Hand vor den Augen. Und dann diese schiefe Ebene. Warum habe ich mich nur zu dieser "preiswerten Last-Minute-Challenge" hinreißen lassen? Geld ist nicht alles. Chtatsch Chtatschsk Chtatsch blubbert mein Atem durch das Sauerstoffgerät. Vorhin sah ich durch die Wolken kurz den Gipfel. Er stand wie ein eiserner Ritter da. Klar muss ich sowas schreiben, ich bin ja hier auf einem Mittelalterforum. Keine Ahnung, was ich auf einem Feministinnenforum geschrieben hätte. Mühsam krame ich das Walkytalky raus: "Roomservice!" Die Hotline scheint besetzt. Ich warte. Nach etwa 20 Minuten erscheint ein Sherpa an der Abbruchkante. Ich warne ihn noch: "Vorsicht, Absturzgefahr." "Was? Volsicht Abstulzgefaaaaaaaaal". Wir waren wieder alleine, der Berg und ich.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 30.06.2019, 17:03

Ich trage neuerdings einen italienischen Morgenmantel im Kimono-Schnitt. Bei dieser Sommerhitze natürlich nichts drunter.
Es gibt mir das Gefühl, ein römischer Kaiser zu sein.

Leute, ihr braucht mir nicht den Hintern zu knutschen. Ich möchte lieber, dass ihr ganz sachte an meinen Backen knabbert.

https://.www.youtube.com/watch?v=LGeH_UVUh0E&list=PLC6C3919CC45FE407 (Punkt vor dem www rausnehmen, wenn ihr es in die Adresszeile eingebt.)

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 07.07.2019, 18:55

Der japanische Garten in Stuttgart ist schön wiederhergestellt. Sehr meditativ. Man muss sich ein bisschen auskennen, um ihn zu finden. Auf dem Stuttgarter Killesberg fuhren auf einem Lokomotiv-Fest verschiedene Modell-Lokomotivführer die Leute mit ihren Lokomotiven durch die Gegend. Da musste man sich richtig gut festhalten. Klar muss das irgendjemand im Hintergrund organisieren. Aber wenn niemand daran Spaß hätte, dann wär's ja auch nichts. Wie war das nochmals mit dem Jesus und der Martha? Ich bin immer noch Stuttgart-Fan. Auch wenn demnächst die halbe Stadt wegen dieses idiotischen Bahnhofbaus zusammenkracht (im Kernerviertel gibt es schon baufällige Gebäude). Und auch wenn die Stuttgarter Justiz recht komische Sachen macht. Eine Bekannte wollte den verstorbenen Hund der verstorbenen Mutter abmelden. Da antwortete die Behörde, die Mutter solle den Hund persönlich abmelden, andernfalls sei weiterhin Hundesteuer fällig. :lol:

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 12.07.2019, 15:49

Wenn man Veytaler sein will, muss man dem Prinzen irgendein Geschenk machen. Manche bringen ihm einen Sack Kartoffel, andere einen goldenen Ring, den sie aus dem Kaugummi-Automaten gezogen haben, oder eine Augenklappe von einem Piraten-Karnevalskostüm. Ich schick ihm ab und zu ein Liedchen, woran er sich erfreuen möge (Folgendes in Adresszeile kopieren).


https://www.youtube.com/watch?v=FAfxTvlq87s


Die Reinszenierung des Unmittelbaren ist Zweck weiblichen Tanzes, während sich Speerwerfer in die Ferne träumen.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 20.07.2019, 15:13

Wieder einmal ganz großes Theater in Berlin.

Vereidigung von Soldaten, Gedenken an Stauffenberg-Attentat auf Hitler, und dann sagt Merkel: "Es gibt Momente, in denen Ungehorsam eine Pflicht sein kann".

Meint die das ernst??? Was wäre, wenn Offiziere unserer Bundeswehr die Frau beim Wort nehmen und sagen: "Wir sehen heute diese und jene Fehlentwicklung und greifen da mal ganz selbständig ein..."

Ihr meint, das seien wieder nur philosophische Erwägungen ohne praktischen Bezug. Irrtum. Klickt einfach mal auf das Rote. Der gleiche Sachverhalt wurde auch im SPIEGEL geschildert mit den Schlußworten des SPIEGEL-Autors: "Man kann daraus lernen: Kritik ist in der Bundeswehr durchaus erwünscht. Sie sollte sich nur nicht gegen lebende Vorgesetzte richten."

https://www.sueddeutsche.de/politik/bun ... -1.3566628


Ich bekomme immer häufiger einen Gesichtsmuskelkrampf. Ständig sagt mir jemand, dass ich etwas ganz toll finden muss *freu* *freu* *freu* *freu* *freu* *freu* und dann packe ich als braver Deutscher meine Begeisterungsfratze aus. Und dann muss ich alsbald gegen etwas sein *grrr* *grrr* *grrr* *grrr*. Das ist auf die Dauer sehr anstrengend, ständig Rollen spielen zu müssen. Greta Thunberg, dieser zweite Superstar aus Schweden nach Agnetha Fälskog von ABBA, macht gerade auch Druck, sie wolle nicht länger warten, dass die Welt gerettet werde. Och Mönsch, Mädel, ich bin doch auch schon so im Stress. Leute, verdammt noch mal, ihr müsst schneller laufen, ihr müsst das Richtige tun, ihr müsst Hitler töten, ihr müsst AAAAAAH äh äh, wo sind meine Beruhigungspillen?

Ich weiß nicht, ob ich laut Artikel 5 Grundgesetz (Meinungsfreiheit) sagen darf, dass dieses ganze Theater total für den Arsch ist. Ähem, gilt der Artikel 5 überhaupt noch? Bei diesen schnelllebigen, emotional aufgewühlten Kampagnen mit diesem lauten, irren Geschrei bekomme ich womöglich gar nicht mit, wenn da im Kleingedruckten irgendwas geändert wurde. DAS ist das Problem am großen Theater ... man sieht irgendwann nicht mehr, was hinter der Bühne geschieht.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 22.07.2019, 20:14

Auch die Fernsehkommissare sind heutzutage die letzten Loser. Ist euch schon mal aufgefallen, wie viele Fälle heute mit Handy-Ortung, Kamera-Überwachung und DNA-Analyse aufgeklärt werden. Mit diesen Werkzeugen kann jeder Vollidiot einen Fall aufklären. Kaum zu glauben, dass die für solche Pipifax-Aufgaben 1,5 Stunden Film verbraten. Schimansky, Philip Marlowe und Detective Rockford klärten ihre Fälle noch mit richtiger Polizeiarbeit und brauchten auch nicht länger. Da braucht man nur den Stecker ziehen, und die modernen Leute kullern wie Schnullerbabys durch die Flure, weil sie ohne Technik nix mehr können. Gilt auch für die Gamer.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 24.07.2019, 21:26

Mich ärgert derzeit die Werbung in youtube für ein Videospiel. Da haut einer mit einem Hieb fast den halben Baum um. Die Bewegungen in den meisten Tätigkeiten dieses Spiels wären im realen Leben sehr unpraktisch (Boden hacken mit vollem Schwung usw.). Was da dargestellt wird, hat mit der wirklichen Physiologie eines Menschen nicht viel zu tun. Und dann steigen irgendwelche Dollarzeichen auf .... als ob im wirklichen Leben jeder Furz gleich 100 Dollar wert wäre. Vermittelt wird: mit wenig Aufwand zum Superstar. Also ein Spiel für Faulenzer und Halunken. Im wirklichen Leben läßt sich damit bestenfalls Hartz-IV gewinnen oder ein großer Verpackungskarton zum Übernachten unter der Brücke.

Superman, die Avengers usw. gehen mir auch mächtig auf den Sack. Supermann wurde unter anderem von dem Juden Jerry Siegel erfunden. Ein starker Typ ist den Schwachen überlegen. Jeder andere Jude schämt sich für solch eine üble Story. Hat doch die Bibel eine viel bessere Geschichte zu bieten: der schwache David besiegt den starken Goliath. Was ist heldenhafter: wenn ein Starker die Schwachen besiegt oder wenn ein Schwacher seinen ganzen Mut zusammen nimmt und sich gegen den Starken stellt? Superman ist moralisch-sittlich minderwertig. Superman ist die Droge für Loser und außerdem verfassungsfeindlich, weil Superman seine Aktionen nicht mit dem Parlament abspricht. Pfui, Superman!

Ursula von der Leyen will am Internet drehen, was womöglich zur Folge hat, dass solch ein Zeug einfach nicht mehr so leicht Verbreitung findet. Eine gute Idee!!!! Und es ist auch nicht falsch, wenn die Jungen für Musik zahlen müssen, denn dann schätzen sie es wieder, anstatt stundenlang Musik in ihr Matschhirn zu dudeln ohne selbst ein Musikinstrument spielen zu können. Derzeit überlegen die Gutmenschen, wie man die Afrikaner von Afrika nach Deutschland bringt. Eine genauso wichtige Frage ist aber, wie kriegen wir die Deutschen nach Afrika ... damit die mal die wirkliche Welt kennenlernen. Die besten beats kommen aus Afrika. Da könnte man einen Pendelverkehr einführen.

Wir müssen weg vom Konsum. Wir müssen wieder etwas Echtes leisten anstatt mit Joysticks uns selbst zu verarschen. Ein General im Game ist womöglich nicht mehr als ein Fall für den Psychiater. Ein echter General .... der muss es wirklich bringen: Grundausbildung, Feldtraining mit kiloschweren Waffen und Rückstoß am Kolben, Offizierslaufbahn mit akademischer Ausbildung in Naturwissenschaften, Geschichte und Strategie. Wir müssen weg von den Traumwelten und wieder in der realen Welt ankommen! Andernfalls droht die Zombifizierung unserer Gesellschaft. Naja, vielleicht wäre das auch nicht so schlimm. Die Rehe, die Maulwürfe, die Marder, der Regenwurm Willibald, die Grünfinken, die Laubfrösche würden aufatmen und sagen: "Endlich sind die weg. Das schlimmste waren nicht die Pestizide und Stickoxide, sondern dieses unsäglich dumme Geschwätz."

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 26.07.2019, 06:27

Jetzt aber der ultimative Beweis für den menschengemachten Klimawandel.

https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... ellos.html


Ach, doch nicht

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... iegen.html


Ein schönes Beispiel dafür, wie je nach Datensatz (2000 Jahre oder mehrere Millionen Jahre) und je nach Interpretation etwas völlig Unterschiedliches rauskommt.

Ich sag ja immer, es gibt in unserer Kultur verschiedene Religionen: katholisch, evangelisch, wissenschaftlich, Zeugen Jehovas, Buddhisten, Muslims. Wissenschaft ist auch nur eine Form des (Aber)glaubens.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 27.07.2019, 09:02

Mir ist es gestern Abend gelungen, mit Semmelknödeln, frischen Pfifferlingen und einer Tütensoße ein schmackhaftes Essen zuzubereiten. Entscheidend ist, dass die Pfifferlinge erhitzt werden, da sie sonst Verdauungsprobleme verursachen können. Leider müssen wir Veytaler uns solche Tipps selbst geben, weil die Veytalerinnen zu solchen Themen keinen Stellung beziehen, sondern stattdessen ihre Zehennägel lackieren. Einem Angreifer böte sich ein sonderbar anmutender Ausblick: die einen fuchteln sinnfrei mit dem Schwert herum, die anderen gucken sich ihre Zehen an und die dritten sind fast verhungert.

Noch ein Hausmänner-Trick: Spinat ist der Pömpelkiller. Wenn ihr einen Topf mit feinen Spinantresten in der Spüle wascht, dann gehen die Spinatreste durch das Abflusssieb und der Abfluss verstopft. Da hilft womöglich nicht mal mehr der Pömpel und ein Klempner wird benötigt. Da muss man aufpassen.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 01.08.2019, 19:11

Gerade habe ich eine Game-Werbung gesehen, in der die Roboter tanzen. Das finde ich gut.

Man bräuchte auch für die Ritter so eine Choreographie. Ein Bein vor und zurück. Das andere vor und zurück. Und dann mit dem Kopf wackeln. Wenn das drei Ritter gleichzeitig machen und dazu die richtige Musik läuft, wirkt das ultracool.

Und dann kommt da eine wuchtige Sängerin mit einem Fetzenrock daher und singt mit tiefer Stimme:
Ay yoho knights are so
haaard so haaard.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 08.08.2019, 09:01

Neues aus dem Irrenhaus Deutschland.

Aber eins nach dem anderen. Auf youtube ist eine Doku über die Sahara: https://www.youtube.com/watch?v=1G43zKpLKZQ

Anscheinend nimmt der Niederschlag dort seit einiger Zeit zu. Es ist denkbar, dass durch den Klimawandel wieder Leben in diese Region kommen könnte. Man denke nur an die vielen Berichte über Hungernde in der Sahelzone. Dass dort die Milchwirtschaft zugrunde geht, weil dorthin exportiertes Milchpulver aus Europa billiger ist und den heimischen Markt verdrängt, ist nochmals eine andere Geschichte. Und dagegen demonstrieren die Friday-for-Future-kids auch nicht, weil sie zu blöd sind zu begreifen, dass auch dadurch Menschen sterben.

Jedenfalls ist nicht ganz klar, ob der Klimawandel nur Schlechtes bringt. Dass der Klimawandel menschen-gemacht ist, halte ich nach wie vor für eine Zeitungsente, weil es in der Erdgeschichte weitaus größere Veränderungen ganz ohne Menschen gab. Nichtsdestotrotz wird man sich vielleicht auf den Wandel einstellen müssen so wie es früher die Menschen taten, als die Eiszeit kam.

Irrenhaus Deutschland? Naja, die SPD will Schulden machen "für den Klimaschutz".
https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... 80969.html

Und das verstehe ich nicht. Die SPD wäre doch eigentlich die Partei für das arbeitende Volk. Die müssten sich doch für sichere Altersversorgung, Pflegekräfte, gegen die Ausbeutung von Arbeitnehmern, gegen Burn-out. für mehr Netto vom Brutto usw. einsetzen. Das heißt, für die Menschen da sein. Stattdessen beschäftigt sich die SPD mit Themen, die gar nichts mit ihrer Partei zu tun hat. Das ist in etwa so, wie wenn der Papst in Puff geht. Das ist doch quatsch.

Wann wird die SPD endlich aussterben und wann wird irgendjemand endlich eine Sozialdemokratische Partei Deutschlands gründen?


Und dann wieder der Statistik-Unsinn. München auf zweiten Platz der lebenswertesten Städte. https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... p-Ten.html
Ich war schon mehrfach in München. Mich haut die Stadt nicht vom Hocker. Aus dem Bahnhof raus ist es nicht schön, Innenstadt verwinkelt, riesige Allee am Englischen Garten, wo ich mir einsam vorkam. Die Stadt ist für mich nichtssagend. Köln, wo ich oft war, hat mir gut gefallen. Dieser herrliche Rhein, Eigelstein, Aachener Weiher, der Süden der Stadt - überall Orte, wo ich mich wohlfühlte. Dieser München-Hype ist für mich nicht nachvollziehbar.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 19.08.2019, 18:20

Was ist denn hier los? Gar nix. Keiner schreibt was im Forum.

Ich mach es mal spannend: wenn ich Zeit und Lust hab, werde ich in den folgenden Tagen von einer Expedition zu den Kelten berichten. Ja, ich hab die Jungs mal wieder besucht. 8) Und mir dabei eine Zecke im Wald eingefangen.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 23.08.2019, 23:14

Nachdem ich vor zwei Jahren auf der Heuneburg war, hab ich mir dieses Jahr die Houbirg östlich von Nürnberg angeschaut.

Es handelt sich um einen Berg, der entgegen mancher Beschreibungen nicht unbedingt aus der Landschaft hervor sticht. Es gibt andere Berge in der Umgebung. Auf der Houbirg steigt das Gelände nochmals an. Der ganze Berg ist von einer hohen Schanze umgeben. Die Schanze ist teilweise gut 5 Meter oder mehr hoch. Und das ist dann doch sehr beeindruckend. Im Nürnberger Museum sind Funde von der Houbirg ausgestellt. Auf dem Berg wurden relativ wenige Funde, vornehmlich Töpfe entdeckt. Daraus schließe ich, dass wenige Bewohner ein großes Gebiet mit wahrscheinlich wenigen Bauten verteidigen wollten. Vermutlich dienten die Schanzen nicht nur Verteidigungszwecken, sondern auch zum Angeben und sicherlich auch, um Vieh einzuhegen. Archäologen behaupten, die Eingrenzung sei so großzügig, um als Fluchtburg für umgebende Siedlungen zu dienen. Ich bin mir nicht sicher, ob das plausibel ist.

Die Blütezeit war in der späten Hallstattzeit und frühem Latène, die Houbirg wurde dann um 400 v. Chr. recht abrupt aufgegeben. Es handelt sich um eine keltische Höhenburg, nicht aber um eine Stadt = oppidum, zumal sich aus dem Spätlatène kaum etwas findet. Die Kelten haben baulich eine ähnliche Entwicklung wie das Mittelalter durchlaufen: von Höhenburgen hin zu Städten.

Die Kultur der Kelten gibt immer noch Rätsel auf. Man nimmt einen kontinuierlichen Übergang von der Bronzezeit in die Eisenzeit an --- Kelten <=> Eisenzeit. Kultisch findet ein Wandel von monotheistischer Sonnenanbetung hin zu Vielgötterei statt. Da Eisen häufiger ist als die Rohstoffe für Bronze, kam es zu einem Anstieg der Metallverarbeitung. Die Gesellschaftsform war bei den Kelten deutlich hierarchischer als bei den Germanen. Überhaupt unterscheiden sich Kelten und Germanen drastisch. Bei den Kelten stehen hohe künstlerische Fähigkeiten neben barbarischen Ritualen (Menschenopfer durch Sturz in Schächte = Kult um eine Unterweltgottheit?? .... so zum Beispiel auf der Alten Burg in Langenenslingen, 9 km von der Heuneburg entfernt).

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 29.08.2019, 07:04

Wer sich einen überlangen Antikriegs- und Katastrophenfilm auf youtube anschauen möchte, ist mit "USS Charleston - Die letzte Rettung der Menschheit" gut beraten. Aber warum sollte man sich das angucken, wenn man Katastrophen live erleben kann?

Wenn man ein bisschen fies ist, dann ist das gerade sehr sehr lustig. Da hocken ein paar doofe Schüler auf der Welt mit ihrem lächerlichen Friday for Future da und demonstrieren gegen einen gar nicht vorhandenen menschengemachten Klimawandel. Und dann geht der Brasilianische Präsident hin und denkt sich: Scheiße aber auch, wo kriegen denn die ganzen Schüler ihre Rindfleischbuletten für die Hamburger und ihre saftigen Steaks her? Und dann fackelt er einfach mal so den Amazonas ab, um mehr Land für Rinderzucht zu bekommen. Das ist total lustig. Denn die Kiddies demonstrieren gegen ein Fürzchen im Nirgendwo .... und dann kommt auf einmal der ganz große Furz daher und die Kiddies kommen sich ja dann ganz blöd vor, wenn sie gegen Pillepalle demonstriert haben aber das ganz große Ding gar nicht haben kommen sehen. Und dagegen auch gar nichts ausrichten können. Und diese neue Jesuine aus Schweden ist in den Zeitungen auch nur noch eine Randnotiz. Schlagzeile aus WELT: "New York empfängt Greta mit halb offenen Armen." Genauer gesagt: die Tante ist völlig uninteressant. Die kann ja auch nix. Jesus wäre zu Fuß über den Atlantik gelaufen und hätte das Meer in Wein verwandelt. Aber dieses Mädel ... nada. Wenn die wenigstens tanzen könnte.

Wir leben wirklich in üblen Zeiten. Unsere Musik ist scheiße und unsere Superstars sind einfach nur peinlich. Ich möchte den jungen Leuten raten, etwas Vernünftiges in ihrem Leben zu machen. Zum Beispiel richtig Lesen und Schreiben lernen. Oder ein bisschen Sport treiben.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 01.09.2019, 21:17

Im heutigen TATORT "Falscher Hase", den man sicher noch einige Tage in der Mediathek der ARD bewundern kann, ist ein nackter Männerpenis zu sehen. Der SPIEGEL-Kritiker glaubt in dem Film unter anderem aufgrund eines bestimmten Liedes eine Hommage an die Achtziger zu erkennen. Doch der Kritiker irrt - schon wieder, wenn ich das hier mal anmerken darf. Meistens ist ein Streicher-Zweiklang zu hören, der an die Filmmusik nordeuropäischer Krimis erinnert und somit den Film als Farce, wie man sie in den Randgebieten vermutet, kennzeichnet. Da die Handlung in Frankfurt spielt, besteht die politische Botschaft darin, dass der Klamauk von der Peripherie in die Ballungszentren zu strömen droht. Doch handelt es sich nicht nur um eine geographische, sondern auch um eine gesellschaftliche Verortung. Der mittelständische Bürger vernichtet sich gegenseitig, nur um sich anschließend der Staatsgewalt (Kommissare) auszuliefern, anstatt die Rahmenbedingungen seiner Existenz (billigere Produktionsbedingungen in außerländischen Standorten) kundzutun. Hier wäre nicht die Polizei, sondern das Außenministerium gefragt. Indem der Zuschauer über den Klamauk lacht, lacht er in seiner Ahnungslosigkeit über sich selbst. Der Bürger als ganovenhafter Hampelmann.


Norbert, kauf dir einen Morgenmantel! Bei dem schwülen Wetter ist das nicht gut, in schwerer Rüstung rumzulaufen. Vielleicht so einen mit ´nem Drachen drauf.
Mein Morgenmantel ist bekanntlich rot-golden und fühlt sich gut an, wenn ich damit zum Briefkasten gehe.

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Norbert von Thule
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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule » 02.09.2019, 16:58

In Rheydt und Schluderns habe ich einen Morgen(land)mantel getragen. Persönlich bevorzuge ich Rüstung.

Bild

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 06.09.2019, 17:33

Respekt!

Das Bild trägt den Untertitel: Piratin treidelt das (Wüsten)Schiff.




Das Foto ist fast gelungen. Das Spiel mit der Tiefenschärfe ist beachtlich, wahrscheinlich schnelle Belichtungszeit, mit dreidimensionaler Wirkung.
Allerdings müsste man ab dem roten Kleid abschneiden. Ich hab das auf dem Bildschirm mit verschiedenen Abdeckungen ausprobiert. Der Mann mit dem Kissen auf dem Kopf und der Schildträger in ADAC-Farben stören den Gesamteindruck. Die müssen weg. Infolgedessen ist der Reiter, ein unnahbarer Genußmensch, dann im Goldenen Schnitt! Auch wenn nun Blau = Wasser und Rot = Wüstensand bedeuten, bleibt das Thema eher surreal statt allegorisch. Ein Großteil des neuzeitlichen Publikums im Hintergrund übersieht anscheinend die Geisterkarawane. DAS dürfte die Botschaft des Bildes sein: daß man in der Moderne die Wunder, die einem direkt an der Nase vorbeilaufen, nicht mehr sieht. Oder: der Zauber existiert, auch wenn wir blind dafür sind. Fürwahr eine Botschaft der Hoffnung.
Persönlich bevorzuge ich Rüstung.
Nö, tust du nicht. Wenn du dein wahres Selbst einmal erkannt hast, wirst auch du im Morgenmantel rumlaufen. Der Krieg ist eine Ausnahmesituation.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 10.09.2019, 19:34

Ihr wißt schon, daß wir 50 Jahre Woodstock feiern? Damals gab es eine Prophezeiung mit dem Code-Namen Aquarius. Diese Prophezeung lautete: "In 50 Jahren beginnt das Zeitalter des Wassermanns. In dieser Epoche werden sich die Frauen vom Joch des Büstenhalters befreien, werden sich Männer nicht mehr den Sack rasieren, und die Wikinger verwandeln sich in Gänseblümchen." Nun, warten wir es ab.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 14.09.2019, 20:43


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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 20.09.2019, 08:33

Der SPIEGEL ONLINE berichtet wieder Realsatire. "Ich kann das einfach nicht mehr" betitelt er einen Artikel bzw. Videobeitrag. Ein Unternehmer würde aus Klimaprotest sein Unternehmen heute geschlossen halten. Das also ist die Kinderwelt des SPIEGELS, der intern nach dem Relotius-Skandal (gefälschte Reportagen) mit dem Rücken zur Wand steht. Unternehmer schließen also einfach mal so ihren Laden. Weiß ein SPIEGEL-Autor, dass ein Unternehmer Geld verdienen muss, unter anderem um seinen Angestellten weiterhin Lohn und Arbeit zu geben? Und dass es den Kunden scheißegal ist, wenn ein Unternehmen "aus Protest" seinen Laden dichtmacht - denn dann gehen die Kunden halt irgendwo anders hin?

So etwas lernt man erst in der dritten Klasse.

In dem Videobeitrag kann ein "Unternehmer" oder "Geschäftsführer" das viele Plastik und Papier nicht mehr ertragen. "In einem Laden, der sein Geld größtenteils mit Papier, also abgeholzten Bäumen, und Plastikdeko verdient." Ja dann soll er halt was anderes machen. Was interessiert denn die Öffentlichkeit, wenn der Mann aus seiner Sicht einen falschen Beruf gewählt hat. Ist doch sein Problem. Wahrscheinlicher ist, dass er mit dieser Aktion Werbung machen will, ohne dafür zu bezahlen. Für seine weinerliche Stimme am Anfang des Videoclips musste er womöglich lange üben.

Laut dem Bericht hätten sich insgesamt über 1000 Unternehmen zum Protest zusammengeschlossen. Das ist ganz schön putzig. Protest gegen wen denn? Die stellen das Zeug doch selbst her und nicht etwa die Regierung. Da müssten die ja gegen sich selbst protestieren. Sind denn Unternehmer wie kleine Babys, die sich darüber beschweren, dass ihnen niemand die Scheiße, die sie selbst produzieren, wegwischt? Und dann sagt der Sprecher aus dem off, die Kunden würden sicherlich höhere Preise für ökologische Produkte zahlen, da zum Beispiel Künstler ja viel Geld hätten. Ach wirklich???? Wow. Ausgerechnet Künstler. Hätte ich jetzt nicht gedacht.

Der SPIEGEL ist in Hamburg ansässig. Und tatsächlich: Es gibt in Hamburg Grundschulen mit einer dritten und vierten Klasse!
Da ist ja zu hoffen, dass man eines Morgens im SPIEGEL einen Bericht für ältere Kinder oder sogar für Erwachsene findet.

Bis dahin: Tinkiwinki :D

Für nähere Informationen über eine ökologische Zukunft bitte dies in die Browserzeile eingeben:
https://www.youtube.com/watch?v=dq2BPuR1Ruc

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 22.09.2019, 13:20

Erstes Mannschaftsspiel Schach in der Saison. Mannschaft gewinnt, ich schiebe ein Remis zusammen. Laut Computer alle Züge richtig. Da kann man den Sonntag gemütlich ausklingen lassen.


Entschuldigung, ich muss mich nochmals melden. Die Veytaler sind keine Komikertruppe, sondern sie bewahren das geistige Erbe von Jahrhunderten auf. Was ist der Ritter? Ein Teufel, dem ein verworrener Gottesmann Engelsflügel anklebte, welche jederzeit abzufallen drohen. So stapft er in seinem selbstgewählten Eisenkäfig mürrisch in permanent sittlicher Überforderung durch die Lande. Mich deucht das Blechgeschirr des Geistergrafen rasselt sachte über die frühherbstlichen Halme und macht sie beugen. Der großartige russische Komponist Sergei Sergejewitsch Prokofiev hat dem Ritter 1935 ein Denkmal gesetzt. Der Tanz der Ritter.

Dieses Werk (in die Browserzeile kopieren) hat jeder hier zu kennen, andernfalls muss er des Bauern mistbesprengte Diele schrubben!

https://www.youtube.com/watch?v=Lb4Asov1eKY


Falls noch nicht geschehen, wäre das auch mal ein gutes Intro für eine Ritter-Show. Die Ritter müssten überhaupt viel arroganter auftreten, damit da mal wieder Respekt herrscht. Die Leute können heute alles kaufen. Fahren nach Rom ohne Latein zu können. Nach Hellas ohne Kenntnis der Philosophen. Nach Ägypten - in Hieroglyphisch gänzlich legasthenisch. Die Proleten stecken ihre Nasen in die heiligsten Schreine und schauen hernach genauso dumm wie zuvor aus ihren schweinchenrosanen Bäckchen. Das hat nämlich auch was mit Friday for Future zu tun. Die Touristenmasse wird überall hingekübelt, Das macht die Natur kaputt. Wofür???
Wir müssen das Volk mit Kultur erschlagen!

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 24.09.2019, 18:11

Natürlich gibt es zu der Musik auch noch das Ballett.

https://www.youtube.com/watch?v=YNT1Lvbcsxw

Lied und Tanz findet sich im Internet mehrfach. Ich hab die Empfehlung danach ausgesucht, was nach meinen Geschmack wuchtiger bzw. düsterer wirkt. Die Ritter tragen in den Aufführungen keine Rüstungen, sondern an Morgenmäntel erinnernde Kleidungsstücke, um ihren Adel auszudrücken. Die Autorität kommt through body, also durch die Körperdarstellung. Ob einer ein Schwert in der Hand hält oder nicht, ist eher unwesentlich. Es ist das Selbstverständnis, das Eindruck macht.

Die Ritter trugen Strumpfhosen. Enganliegende Beinkleidung ist historisch verbürgt. Durch die schmaleren Beine wirkte der Oberkörper umso mächtiger. Wie bei einem Bullen.

Die Symbiose von Musikalität und dramatischem Körperausdruck charakterisierte laut einer ARTE-Doku auch das Werk von Kate Bush. Diese Dame hatte ich bereits weiter oben besprochen. Sie war sozusagen die Türöffnerin für alles, was in Sachen weiblicher Superstar auf die Bühne kam. Ihre überzogenen Choreographien rührten daher, dass sie sich bei einem Pantomimen ausbilden ließ.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 29.09.2019, 21:34

Den heutigen Tatort "Hüter der Schwelle" würde ich anders als der SPIEGEL-Kritiker noch schlechter bewerten. Das war ein riesiger Stuß mit offenen Handlungssträngen (warum sollte die Mutter des Opfers die Studentin töten wollen?) und lächerlichen Klischees.

Die Kirche am Anfang ist die Wurmlinger Kapelle bei Tübingen, zu Recht im Film St.Remigius-Kapelle benannt. Als ich in Tübingen studierte, bin ich sonntags oft zu dieser Kapelle gewandert. Man läuft hinterm Schloß über einen Bergrücken durch den Wald, Entfernung ungefähr 5 km. Anders als im Tatort ist dort kein Pfarrer anzutreffen. Die Suggestion, die Kapelle stünde mit einem Hexenjäger in Verbindung, ist blanker Unfug.

Der Autor konstruiert ein soziales Umfeld, das es nur in seiner Phantasie, aber nicht in der Wirklichkeit gibt. Der Autor hat laut Internet eine Ausbildung an der Ludwigsburger Filmakademie ... an einer richtigen Universität hat der nie studiert, und das merkt man dem Film an. ---- Ich glaube, der ist generell blind für Menschen, denn sonst könnte er sich besser in die Charaktere einfühlen .... wahrscheinlich ist das einer von denen, der seinen Beruf verfehlt hat. Für die Schriftstellerei braucht man eine besondere Intuition, bloß etwas Sensations-Heischendes zusammenzukonstruieren zeugt von mangelnder Begabung. Die erotische Studentin ... meine Güte, ist dieser Tatort plump. Eine Studentin in einer Universitätsstadt hat soviel Auswahl, da muss die doch keinen Polizisten anbaggern. Und Okkultismus findet man dort auch nicht, weder in der Bevölkerung noch bei Studierenden. Ich kenne diese Milieus und kann das mit Gewissheit sagen. Heikel ist in der Region nur eine besonders fanatische Ausrichtung des evangelischen Glaubens: Der Pietismus. Wir sprachen früher über die "Pietkong" in Anlehnung an Vietkong. Die können es mit jedem katholischen Chef-Inquisitor aufnehmen. Aber wie sagte Hanna Arendt so schön: das Böse ist banal. Religion zerstört menschliche Beziehungen, weil es echte Liebe zu Menschen durch die "Liebe" zu Gott ersetzt. Das ist das Böse des Christentums ... wobei Jesus diese Problematik damals schon gesehen hatte und das sicherlich so nicht wollte.

Dieser Tatort vermanscht noch andere Dinge. Richtig ist, dass ein Esslinger Rechtsgelehrter Hexenverfolgungen in Stuttgart-Möhringen anzettelte. Deshalb gibt es in Möhringen auch den Hexenweg als Rundwanderstrecke - lohnt sich aber nicht zu laufen, die Stationen sind uninteressante Beliebigkeiten. Dieser Rechtsgelehrte hieß nicht - wie im Tatort - Justinus Pfaff, sondern er hieß Daniel Hauff. Diese Geschichten sind in der Region durchaus bekannt. Es ist schwer verständlich, wozu der Tatort-Autor daraus eine solche Pampe macht. Die Fremden interessiert es nicht. Und die Einheimischen wissen es besser. Wen also will der Autor ansprechen?

Auch die unsinnige Behauptung, Esslingen sei mächtiger als die Staufer gewesen (oder als Württemberger - ich kann mich an das Blabla nicht mehr genau erinnern und will den Film ganz gewiss kein zweites Mal anschauen), ist so ein pseudo-gebildetes Geschwafel in diesem Tatort. Entweder sollte man solche Dinge genau erörtern (wozu ist diese Information wichtig?) oder weglassen.

Für die Handlung des Tatorts sind diese historischen Geschichten unwichtig. Vorsicht Spoiler .... der schizophrene Täter hätte sich auch Aliens oder FBI oder sonstwas ausdenken können. Für den Plot sind die historischen Anspielungen völlig egal. Und das macht diesen Tatort so richtig schlecht: wenn Dinge miteinander verwoben werden, die überhaupt keinen Bezug zueinander haben. Oder man kann auch sagen: es kreißte der Berg und gebar ein Mäuschen. Hinter diesem ganzen okkulten Tamtam versteckt sich eine lächerlich simple und bedeutungslose Story.

Wenn man an der Story überhaupt etwas retten will, dann hätte man den Zeitrahmen anders setzen müssen. Anstatt den Studenten am Anfang als Leiche zu zeigen, hätte man vor seinem Tod einsetzen müssen und aufzeigen, wie er durch sein Interesse an Geschichte langsam in eine Wahnwelt trudelt. Also, liebe ARD, wenn ihr mal wieder ein verkorkstes Manuskript habt, schreibt mich an. Ich kann es vielleicht noch zurechtbiegen.
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Tja ... der Norbert! Hardenburg. Burg Katzenstein. Der kennt sich wirklich aus!

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Norbert von Thule
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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule » 01.10.2019, 15:54

Warte doch erstmal die Fortsetzungen ab, bevor du den Fall zu den Akten legst. Die ermittelte Todesursache (kein Spoiler:) "okkulter Unfall, keine Fremdeinwirkung, tödliche Selbstverletzung im Zustand autogen indizierter Trance" verkennt, dass der Tote vom zeichnerischen Vermögen (s. Beweisstück 1) gar nicht fähig war, sich selber ein Dämonensiegel in die Brust zu ritzen, zumal weder die Vorlage (s. Beweisstück 2) noch ein Spiegel am Tatort gefunden wurde.

Beweisstück 1 (Tagebuch des Opfers):
Bild
Triskele (Mittelaltermarktschmuck), "Hier gibt es Essen" (Gaunerzinken), Luft (Alchemie), Odinsknoten (Mittelaltermarktschmuck), "Übernachtung möglich" (Gaunerzinken), Minus (Icon)

Beweisstück 2 (Schwarzes Buch ohne Titel):
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Sigillum fatorum, fata viam invenient ("Siegel des Schicksals, das Schicksal findet einen Weg")

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 06.10.2019, 18:02

Yepp, schau mer mal. War in der Gegend um die Hardenburg wandern gewesen. Und ein bisschen auf dem Canstatter Wasen (Volksfest Stuttgart). Schach heute wieder Remis. Ich hätte angeblich auf Zeit gewonnen, hab es aber nicht gemerkt. Hm. Schach ist Kameradschaft und so ein bisschen Training fürs echte Leben, wie ein Schachautor mal vermerkte. Schwierige Probleme unter Druck lösen. Hinterher ist man natürlich immer schlauer.

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