Eckball

Was geht außerhalb vom Mittelalter?
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Norbert von Thule
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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule » 02.09.2019, 16:58

In Rheydt und Schluderns habe ich einen Morgen(land)mantel getragen. Persönlich bevorzuge ich Rüstung.

Bild

Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 06.09.2019, 17:33

Respekt!

Das Bild trägt den Untertitel: Piratin treidelt das (Wüsten)Schiff.




Das Foto ist fast gelungen. Das Spiel mit der Tiefenschärfe ist beachtlich, wahrscheinlich schnelle Belichtungszeit, mit dreidimensionaler Wirkung.
Allerdings müsste man ab dem roten Kleid abschneiden. Ich hab das auf dem Bildschirm mit verschiedenen Abdeckungen ausprobiert. Der Mann mit dem Kissen auf dem Kopf und der Schildträger in ADAC-Farben stören den Gesamteindruck. Die müssen weg. Infolgedessen ist der Reiter, ein unnahbarer Genußmensch, dann im Goldenen Schnitt! Auch wenn nun Blau = Wasser und Rot = Wüstensand bedeuten, bleibt das Thema eher surreal statt allegorisch. Ein Großteil des neuzeitlichen Publikums im Hintergrund übersieht anscheinend die Geisterkarawane. DAS dürfte die Botschaft des Bildes sein: daß man in der Moderne die Wunder, die einem direkt an der Nase vorbeilaufen, nicht mehr sieht. Oder: der Zauber existiert, auch wenn wir blind dafür sind. Fürwahr eine Botschaft der Hoffnung.
Persönlich bevorzuge ich Rüstung.
Nö, tust du nicht. Wenn du dein wahres Selbst einmal erkannt hast, wirst auch du im Morgenmantel rumlaufen. Der Krieg ist eine Ausnahmesituation.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 10.09.2019, 19:34

Ihr wißt schon, daß wir 50 Jahre Woodstock feiern? Damals gab es eine Prophezeiung mit dem Code-Namen Aquarius. Diese Prophezeung lautete: "In 50 Jahren beginnt das Zeitalter des Wassermanns. In dieser Epoche werden sich die Frauen vom Joch des Büstenhalters befreien, werden sich Männer nicht mehr den Sack rasieren, und die Wikinger verwandeln sich in Gänseblümchen." Nun, warten wir es ab.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 14.09.2019, 20:43


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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 20.09.2019, 08:33

Der SPIEGEL ONLINE berichtet wieder Realsatire. "Ich kann das einfach nicht mehr" betitelt er einen Artikel bzw. Videobeitrag. Ein Unternehmer würde aus Klimaprotest sein Unternehmen heute geschlossen halten. Das also ist die Kinderwelt des SPIEGELS, der intern nach dem Relotius-Skandal (gefälschte Reportagen) mit dem Rücken zur Wand steht. Unternehmer schließen also einfach mal so ihren Laden. Weiß ein SPIEGEL-Autor, dass ein Unternehmer Geld verdienen muss, unter anderem um seinen Angestellten weiterhin Lohn und Arbeit zu geben? Und dass es den Kunden scheißegal ist, wenn ein Unternehmen "aus Protest" seinen Laden dichtmacht - denn dann gehen die Kunden halt irgendwo anders hin?

So etwas lernt man erst in der dritten Klasse.

In dem Videobeitrag kann ein "Unternehmer" oder "Geschäftsführer" das viele Plastik und Papier nicht mehr ertragen. "In einem Laden, der sein Geld größtenteils mit Papier, also abgeholzten Bäumen, und Plastikdeko verdient." Ja dann soll er halt was anderes machen. Was interessiert denn die Öffentlichkeit, wenn der Mann aus seiner Sicht einen falschen Beruf gewählt hat. Ist doch sein Problem. Wahrscheinlicher ist, dass er mit dieser Aktion Werbung machen will, ohne dafür zu bezahlen. Für seine weinerliche Stimme am Anfang des Videoclips musste er womöglich lange üben.

Laut dem Bericht hätten sich insgesamt über 1000 Unternehmen zum Protest zusammengeschlossen. Das ist ganz schön putzig. Protest gegen wen denn? Die stellen das Zeug doch selbst her und nicht etwa die Regierung. Da müssten die ja gegen sich selbst protestieren. Sind denn Unternehmer wie kleine Babys, die sich darüber beschweren, dass ihnen niemand die Scheiße, die sie selbst produzieren, wegwischt? Und dann sagt der Sprecher aus dem off, die Kunden würden sicherlich höhere Preise für ökologische Produkte zahlen, da zum Beispiel Künstler ja viel Geld hätten. Ach wirklich???? Wow. Ausgerechnet Künstler. Hätte ich jetzt nicht gedacht.

Der SPIEGEL ist in Hamburg ansässig. Und tatsächlich: Es gibt in Hamburg Grundschulen mit einer dritten und vierten Klasse!
Da ist ja zu hoffen, dass man eines Morgens im SPIEGEL einen Bericht für ältere Kinder oder sogar für Erwachsene findet.

Bis dahin: Tinkiwinki :D

Für nähere Informationen über eine ökologische Zukunft bitte dies in die Browserzeile eingeben:
https://www.youtube.com/watch?v=dq2BPuR1Ruc

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 22.09.2019, 13:20

Erstes Mannschaftsspiel Schach in der Saison. Mannschaft gewinnt, ich schiebe ein Remis zusammen. Laut Computer alle Züge richtig. Da kann man den Sonntag gemütlich ausklingen lassen.


Entschuldigung, ich muss mich nochmals melden. Die Veytaler sind keine Komikertruppe, sondern sie bewahren das geistige Erbe von Jahrhunderten auf. Was ist der Ritter? Ein Teufel, dem ein verworrener Gottesmann Engelsflügel anklebte, welche jederzeit abzufallen drohen. So stapft er in seinem selbstgewählten Eisenkäfig mürrisch in permanent sittlicher Überforderung durch die Lande. Mich deucht das Blechgeschirr des Geistergrafen rasselt sachte über die frühherbstlichen Halme und macht sie beugen. Der großartige russische Komponist Sergei Sergejewitsch Prokofiev hat dem Ritter 1935 ein Denkmal gesetzt. Der Tanz der Ritter.

Dieses Werk (in die Browserzeile kopieren) hat jeder hier zu kennen, andernfalls muss er des Bauern mistbesprengte Diele schrubben!

https://www.youtube.com/watch?v=Lb4Asov1eKY


Falls noch nicht geschehen, wäre das auch mal ein gutes Intro für eine Ritter-Show. Die Ritter müssten überhaupt viel arroganter auftreten, damit da mal wieder Respekt herrscht. Die Leute können heute alles kaufen. Fahren nach Rom ohne Latein zu können. Nach Hellas ohne Kenntnis der Philosophen. Nach Ägypten - in Hieroglyphisch gänzlich legasthenisch. Die Proleten stecken ihre Nasen in die heiligsten Schreine und schauen hernach genauso dumm wie zuvor aus ihren schweinchenrosanen Bäckchen. Das hat nämlich auch was mit Friday for Future zu tun. Die Touristenmasse wird überall hingekübelt, Das macht die Natur kaputt. Wofür???
Wir müssen das Volk mit Kultur erschlagen!

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 24.09.2019, 18:11

Natürlich gibt es zu der Musik auch noch das Ballett.

https://www.youtube.com/watch?v=YNT1Lvbcsxw

Lied und Tanz findet sich im Internet mehrfach. Ich hab die Empfehlung danach ausgesucht, was nach meinen Geschmack wuchtiger bzw. düsterer wirkt. Die Ritter tragen in den Aufführungen keine Rüstungen, sondern an Morgenmäntel erinnernde Kleidungsstücke, um ihren Adel auszudrücken. Die Autorität kommt through body, also durch die Körperdarstellung. Ob einer ein Schwert in der Hand hält oder nicht, ist eher unwesentlich. Es ist das Selbstverständnis, das Eindruck macht.

Die Ritter trugen Strumpfhosen. Enganliegende Beinkleidung ist historisch verbürgt. Durch die schmaleren Beine wirkte der Oberkörper umso mächtiger. Wie bei einem Bullen.

Die Symbiose von Musikalität und dramatischem Körperausdruck charakterisierte laut einer ARTE-Doku auch das Werk von Kate Bush. Diese Dame hatte ich bereits weiter oben besprochen. Sie war sozusagen die Türöffnerin für alles, was in Sachen weiblicher Superstar auf die Bühne kam. Ihre überzogenen Choreographien rührten daher, dass sie sich bei einem Pantomimen ausbilden ließ.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 29.09.2019, 21:34

Den heutigen Tatort "Hüter der Schwelle" würde ich anders als der SPIEGEL-Kritiker noch schlechter bewerten. Das war ein riesiger Stuß mit offenen Handlungssträngen (warum sollte die Mutter des Opfers die Studentin töten wollen?) und lächerlichen Klischees.

Die Kirche am Anfang ist die Wurmlinger Kapelle bei Tübingen, zu Recht im Film St.Remigius-Kapelle benannt. Als ich in Tübingen studierte, bin ich sonntags oft zu dieser Kapelle gewandert. Man läuft hinterm Schloß über einen Bergrücken durch den Wald, Entfernung ungefähr 5 km. Anders als im Tatort ist dort kein Pfarrer anzutreffen. Die Suggestion, die Kapelle stünde mit einem Hexenjäger in Verbindung, ist blanker Unfug.

Der Autor konstruiert ein soziales Umfeld, das es nur in seiner Phantasie, aber nicht in der Wirklichkeit gibt. Der Autor hat laut Internet eine Ausbildung an der Ludwigsburger Filmakademie ... an einer richtigen Universität hat der nie studiert, und das merkt man dem Film an. ---- Ich glaube, der ist generell blind für Menschen, denn sonst könnte er sich besser in die Charaktere einfühlen .... wahrscheinlich ist das einer von denen, der seinen Beruf verfehlt hat. Für die Schriftstellerei braucht man eine besondere Intuition, bloß etwas Sensations-Heischendes zusammenzukonstruieren zeugt von mangelnder Begabung. Die erotische Studentin ... meine Güte, ist dieser Tatort plump. Eine Studentin in einer Universitätsstadt hat soviel Auswahl, da muss die doch keinen Polizisten anbaggern. Und Okkultismus findet man dort auch nicht, weder in der Bevölkerung noch bei Studierenden. Ich kenne diese Milieus und kann das mit Gewissheit sagen. Heikel ist in der Region nur eine besonders fanatische Ausrichtung des evangelischen Glaubens: Der Pietismus. Wir sprachen früher über die "Pietkong" in Anlehnung an Vietkong. Die können es mit jedem katholischen Chef-Inquisitor aufnehmen. Aber wie sagte Hanna Arendt so schön: das Böse ist banal. Religion zerstört menschliche Beziehungen, weil es echte Liebe zu Menschen durch die "Liebe" zu Gott ersetzt. Das ist das Böse des Christentums ... wobei Jesus diese Problematik damals schon gesehen hatte und das sicherlich so nicht wollte.

Dieser Tatort vermanscht noch andere Dinge. Richtig ist, dass ein Esslinger Rechtsgelehrter Hexenverfolgungen in Stuttgart-Möhringen anzettelte. Deshalb gibt es in Möhringen auch den Hexenweg als Rundwanderstrecke - lohnt sich aber nicht zu laufen, die Stationen sind uninteressante Beliebigkeiten. Dieser Rechtsgelehrte hieß nicht - wie im Tatort - Justinus Pfaff, sondern er hieß Daniel Hauff. Diese Geschichten sind in der Region durchaus bekannt. Es ist schwer verständlich, wozu der Tatort-Autor daraus eine solche Pampe macht. Die Fremden interessiert es nicht. Und die Einheimischen wissen es besser. Wen also will der Autor ansprechen?

Auch die unsinnige Behauptung, Esslingen sei mächtiger als die Staufer gewesen (oder als Württemberger - ich kann mich an das Blabla nicht mehr genau erinnern und will den Film ganz gewiss kein zweites Mal anschauen), ist so ein pseudo-gebildetes Geschwafel in diesem Tatort. Entweder sollte man solche Dinge genau erörtern (wozu ist diese Information wichtig?) oder weglassen.

Für die Handlung des Tatorts sind diese historischen Geschichten unwichtig. Vorsicht Spoiler .... der schizophrene Täter hätte sich auch Aliens oder FBI oder sonstwas ausdenken können. Für den Plot sind die historischen Anspielungen völlig egal. Und das macht diesen Tatort so richtig schlecht: wenn Dinge miteinander verwoben werden, die überhaupt keinen Bezug zueinander haben. Oder man kann auch sagen: es kreißte der Berg und gebar ein Mäuschen. Hinter diesem ganzen okkulten Tamtam versteckt sich eine lächerlich simple und bedeutungslose Story.

Wenn man an der Story überhaupt etwas retten will, dann hätte man den Zeitrahmen anders setzen müssen. Anstatt den Studenten am Anfang als Leiche zu zeigen, hätte man vor seinem Tod einsetzen müssen und aufzeigen, wie er durch sein Interesse an Geschichte langsam in eine Wahnwelt trudelt. Also, liebe ARD, wenn ihr mal wieder ein verkorkstes Manuskript habt, schreibt mich an. Ich kann es vielleicht noch zurechtbiegen.
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Tja ... der Norbert! Hardenburg. Burg Katzenstein. Der kennt sich wirklich aus!

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Norbert von Thule
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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule » 01.10.2019, 15:54

Warte doch erstmal die Fortsetzungen ab, bevor du den Fall zu den Akten legst. Die ermittelte Todesursache (kein Spoiler:) "okkulter Unfall, keine Fremdeinwirkung, tödliche Selbstverletzung im Zustand autogen indizierter Trance" verkennt, dass der Tote vom zeichnerischen Vermögen (s. Beweisstück 1) gar nicht fähig war, sich selber ein Dämonensiegel in die Brust zu ritzen, zumal weder die Vorlage (s. Beweisstück 2) noch ein Spiegel am Tatort gefunden wurde.

Beweisstück 1 (Tagebuch des Opfers):
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Triskele (Mittelaltermarktschmuck), "Hier gibt es Essen" (Gaunerzinken), Luft (Alchemie), Odinsknoten (Mittelaltermarktschmuck), "Übernachtung möglich" (Gaunerzinken), Minus (Icon)

Beweisstück 2 (Schwarzes Buch ohne Titel):
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Sigillum fatorum, fata viam invenient ("Siegel des Schicksals, das Schicksal findet einen Weg")

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 06.10.2019, 18:02

Yepp, schau mer mal. War in der Gegend um die Hardenburg wandern gewesen. Und ein bisschen auf dem Canstatter Wasen (Volksfest Stuttgart). Schach heute wieder Remis. Ich hätte angeblich auf Zeit gewonnen, hab es aber nicht gemerkt. Hm. Schach ist Kameradschaft und so ein bisschen Training fürs echte Leben, wie ein Schachautor mal vermerkte. Schwierige Probleme unter Druck lösen. Hinterher ist man natürlich immer schlauer.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 11.10.2019, 17:59

Natürlich habe ich mich gefragt, was nach Prokofiev kam. Aber mit einem Schostakowitsch - ausgenommen seines Zweiten Walzers - werde ich nicht warm. Ein dickes Buch für wenig Geld, was lange beschäftigt: ich habe eine über vierhundertseitige Schostakowitsch-Biographie gekauft. Vielleicht war, wenn schon nicht seine Musik, so wenigstens der Typ cool. Überhaupt fische ich derzeit in der Kulturszene und bekomme von Künstlern sogar mails. Nachdem meine Beschwerdebriefe ans Fernsehen und an ein Ministerium nur mit Standardbriefen beantwortet wurden, zeigen sich Künstler bei der Beantwortung von Anfragen umso ergiebiger. Nur wie früher das Groupie eines einzelnen Ritters zu sein belastet diesen womöglich zu sehr, weshalb ich meine Unterwäsche nunmehr auf mehrere Bühnen werfe (im übertragenen Sinne natürlich und nicht wirklich). Und vielleicht fällt, wenn sich hierdurch meine Weisheit mehrt, auch für euch wieder manch kluge Idee ab. Zum Beispiel übe ich seit Tagen, den Namen Schostakowitsch richtig auszusprechen, damit ich ihn beim Party-Talk beiläufig-gekonnt erwähnen kann, was meine Gesprächspartner zweifelsohne neidisch auf meine Bildung macht. Schostakowitsch, Scho Sta Kowitsch, Scho Sta Kowitsch, Schostakowitsch.

Ich will selbst ein Künstler sein.

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Norbert von Thule
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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule » 11.10.2019, 20:59

Hallo Montrose, ich bin ein "Künstler", gewesen. Ich will kein "Künstler" mehr sein. Aber du willst kein Künstler sein, sondern ein Intellektueller. Um andere zu beindrucken? Wozu? Niemand will beeindruckt werden.
Jeder will beeindrucken. Dein Tanz der Ritter war ein Lieblingsstück, seit ich Caligula gesehen habe. Ach Scheiße, lass uns nochmal zusammen trinken!

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 11.10.2019, 23:12

Hallo Norbert, ich erheitere mich an meinen eigenen Scherzen. Beim letzten Umtrunk hattest Du meinen Lieblingswhiskey aufgetischt. Ich habe mich nie dafür bedankt. Entgangen ist es mir aber nicht. Sicherlich wird es wieder ein Treffen geben. :D


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Intellektuell? Hm. Ein kleiner Nachtrag. Warum denkt einer? Weil es Spaß macht und bisweilen etwas bringt? Oder weil er es kann und das dann ausübt so wie der Bergsteiger, der eben auch auf Berge steigt, weil er es kann? Kreatives Denken ist selten geworden, es wird nicht mehr gepflegt. Es gibt heute keine Philosophie-Stars wie zum Beispiel damals ein Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Und die politischen Empörungswellen der Moderne kommen ganz ohne Verstand aus.
Warum interessieren mich seit einiger Zeit Künstler? Ich war in der Wissenschaft tätig und muss sagen, die Wissenschaft macht Menschen mundtot. Wissenschaft ist wie Hirnamputation. In der Zeit, in der man Daten sammelt, auswertet und dann die ganzen Literaturzitate zusammensucht, schreibt ein anderer einen Roman, ein Theaterstück, ein tolles Lied, malt ein vielsagendes Bild oder dreht einen Film. In einer wissenschaftliche Studie kann man nach drei Jahren Forschung sagen, dass Tomaten rot sind. Was bedeutet das? Ein Künstler kann in kürzerer Zeit sehr viel mehr, sehr viel komplexere Informationen vermitteln.
Und warum schreibt einer in einem Forum? Ganz einfach, weil es da keinen Verleger, keinen Lektor, überhaupt nichts gibt, was einen am Labern stört. Du hast keine Ahnung, wie schwierig es ist, sich auf konventionellem Weg hörbar zu machen. Das Internet ist ein Segen! Natürlich ist es cool, wenn man sieht, dass jemand das liest.

Was haben Hape Kerkeling (Komiker), Peter Handke (Literatur-Nobelpreisträger), Schostakowitsch (Komponist oft satirischer Stücke) und Joker (Kino-Bösewicht) gemeinsam?
Zumindest Hape Kerkeling und Peter Handke erlebten in ihrer Biographie etwas sehr ähnliches. Wenn man es weiter fasst, passen vielleicht aber auch Schostakowitsch und Joker dazu.

Zur Aufführung von Schostakowitschs Die Nase an der Oper Zürich im Jahre 2011 findet sich eine Ansammlung von Interviews.

https://www.youtube.com/watch?v=pWZXFlAmIQI (in Browser-Adresszeile kopieren)
Ich finde es interessant, wie Ingo Metzmacher, der musikalische Leiter, ab 5:45 das Stück beschreibt.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 16.10.2019, 21:18

Die Psychologisierung von Berühmtheiten ist eine heikle Sache. Die Lebensgeschichte kann vielleicht die Perspektive erklären oder sie kann Mut machen, dass Menschen mit Fehlern dennoch Großes leisten können. Aber ein "Ätschbätsch, der hatne Meise, hähähä, Genie un Waaansinn höhöhö, guck ma was der alles ned kann." ... das gehört zur Sparte Klogespräche im Mädchen-Internat. Dem Peter Handke wird allerhand Zeug vorgeworfen ... das ändert nichts daran, dass er den Nobelpreis gewonnen hat. Ebenso wie die Jellinek ("Die Klavierspielerin").

Schriftsteller. Der link verweist auf den amerikanischen Krimi "message deleted", der im Schriftsteller-Milieu spielt. Der Film ist nicht besonders herausragend. Aber die Dialoge sind witzig. Das Motiv Geschichte-in-der-Geschichte hinsichtlich der Handlung erfährt stellenweise ein bildhaftes Echo (Der Protagonist in der Computercam; in der gleichen Szene die Frau vor dem Spiegel). Ein Übungsstück für ein Lehrbuch über Erzähltechniken.

https://www.youtube.com/watch?v=lCBbxGdhrxg

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 20.10.2019, 20:25

Gestern bin ich einen wunderschönen Weg im Weinberg gegangen. Ein anderer Wander kannte den Weg und wo man reife Feigen findet, und dann war auf der Villa Rustica auch noch eine Führung, an die ich mich anschließen konnte. Und dann noch zwei teure Weinflaschen gekauft.

Immer noch Schostakowitsch. Es wird interessant. Unter Stalin galt er als verdammter Künstler, der dann doch begnadigt wurde. Vorwurf war nicht etwa falsch politische, sondern falsche künstlerische Gesinnung. Es ist aberwitzig, wenn jemand wegen seines ästhetischen Empfindens um sein Leben bangen muss.
Hm. Auslöser: die 4. Symphonie. Ich habe heute längere Zeit Ausschnitte angehört und fange an, diese Musik zu mögen. Schostakowitsch legte alle Zügel ab und drosch selbstvergessen drauflos. Stalin nannte das Krach. In Wirklichkeit, glaube ich, spendet diese Musik in aufwühlenden Zeiten Trost. So nach dem Motto: Da ist ein anderer, der das ausdrücken kann, was in mir vorgeht. Die letzten 10 Minuten. Da erzählt einer eine Geschichte. Schostakowitsch verdiente sich in jüngeren Jahren sein Geld als Klavierbegleiter bei Stummfilmen. Vielleicht macht das seine Musik so plastisch.

Also von diesem da
https://www.youtube.com/watch?v=LzwxyzQm7hE
mal so ab 1:01 bis Ende. Voll laut aufdrehen!

Das bläst einem den Helm von der Rübe!

Natürlich hört man da einen Blechbläser "falsch" drüberspielen. Das ist beabsichtigt. Es wurde überlegt, dass dies Stalin darstellen soll, der in einem eigentlich harmonischen Staat Mißtöne reinbringt. Es steckt auch viel Bedrohung in dieser Musik. Ich bin mit dem Buch noch nicht viel weiter. Die scharfe Kritik Stalins richtete sich gegen eine vorangegangene Oper (Lady Macbeth). Bei der 4. Symphonie sei ein Regierungsvertreter gekommen, und das Stück war damit gestorben. Schostakowitsch habe nachts in Tageskleidung geschlafen, weil er zu jeder Zeit seine Verhaftung erwartete.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 04.11.2019, 08:46

Der gestrige Tatort war schlecht. Eine Ansammlung von Szenen, die keinen stringenden Handlungsstrang ergaben, sondern in running gags ausfaserten. Zu viele Klischees. Zu optimistisch nahmen die Autoren an, der Zuschauer interessiere sich wirklich für die Jugend des Professor Börne, und dann noch der Freundschaftskitsch. Uninspiriert, unkreativ, vorhersagbar. Auch die Kameraführung bzw. die Beleuchtung war verstörend. Offene naturfarbene Szenen wechselten mit gelbstichigen Kammerszenen. Da dies weder einheitlich durchgeführt wurde noch die Wechsel dramaturgisch begründbar waren, kann man davon ausgehen, dass sich die Macher des Films darüber keine Gedanken machten. Die waren einfach nur froh, als sie den Film im Kasten hatten und endlich etwas für ihr Leben Sinnvolles tun konnten, zum Beispiel eine Bockwurst mit Ketchup essen. Das Konzept Börne/Thiel als Klamaukkrimi ist ausgereizt. Man würde diese beiden Schauspieler gerne einmal in einer ernsten Rolle sehen.

Dieter Nuhr ist von den Toten auferstanden. Neuerdings wage ich wieder, mir seine Shows anzuschauen. Er teilt vielseitiger aus und wagt auch gegen den mainstream anzustinken. Seine Anmerkungen zu Greta Thunberg und wie Nuhr den darauffolgenden shitstorm aushielt, das war herrlich. Allerdings wird Greta immer noch unterschätzt. So hat sie einem Bischof (unabsichtlich) die Maske vom Gesicht gerissen. Da hat sich doch tatsächlich ein Bischof Koch entblödet, Greta mit Jesus zu vergleichen. Doch Greta predigt keine Liebe, sondern den Haß (How can you dare). Und sie geht für ihre Überzeugung nicht ans Kreuz, sondern lässt sich von der Presse feiern. Und da entlarvt er sich, der Bischof Koch, und tanzt um das Goldene Kalb des (links-ökologischen) Populismus.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 09.11.2019, 13:42

Als Vorsitzender des Ausschusses "Ritter, Cowboys und andere Trachtengruppen in der Europäischen Union (RCT-EU)" möchte ich hiermit eine neue Verordnung veröffentlichen in der Hoffnung, dass sie bald und umfassend in der Mittelalterszene Beachtung findet, um Ordnungsstrafen zu vermeiden.

Die neue Verordnung 1754686 Absatz 2/c besagt nach dem Beschluss vom 8.11.2019:

Es ist Ritterdarstellerinnen und -darstellern verboten, ihre Rüstung gelb anzustreichen, da sie sonst mit einem Briefkasten verwechselt werden. In diesem Zusammenhang wird auch empfohlen, keine Tagesnamen oder Uhrzeiten auf die Rüstung zu malen. Denn es gilt zu beachten, dass der irrtümliche Einwurf eines Briefes oder einer anders gearteten Postsendung in das Visier des Ritterhelmes hinein zu Datenschutz-rechtlichen Verstößen führen kann.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 15.11.2019, 19:55

In der Bundesintegrationsdienststelle von Oberöhlerhausen, Landkreis Pullerburg, wird ein neues Konzept ausprobiert, um zu überprüfen, ob Einbürgerungswillige mit Immigrationshintergrund einen deutschen Pass erhalten sollen. Dabei wird darauf geachtet, ob die EinbürgerungskandidatInnen zum Gesang einer metrosexuellen Künstler(in?) anfangen zu tanzen und damit ihre Toleranzierbarkeit unter Beweis stellen. Passend zum Anlass heisst das Lied der Sänger(in?): "Pass this on". Ich weiß, das ist so rein theoretisch schwer nachzuvollziehbar. Deshalb unten der link zum Demonstrationsvideo. Als erstes beginnt Igor aus einem nicht näher benannten Balkanland zu tanzen. Damit hat er die Einbürgerungsprüfung bestanden. Glückwunsch!

Demonstrationsvideo (bitte in die web-Adresszeile kopieren)

https://www.youtube.com/watch?v=gKhjaGRhIYU

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 17.11.2019, 22:34

Tatort habe ich nach 10 Minuten abgebrochen. Ist doch Schwachsinn, wenn man gleich zu Anfang weiß, wie die Handlung weitergeht. In der Mediathek hab ich vorgespult, und bingo, es kommt genauso wie gedacht. Laaaangweilig.

Das Schostakowitsch-Buch hab ich durch. Über 500 Seiten. Ich hab mir die Musik bisweilen in youtube angehört. Mir fehlt da im Moment der Zugang. Man muß weder dieses Buch gelesen noch diese Musik gehört haben. Zumindest nach meinen Geschmack sind die paar Minuten, die ich oben gelinked habe, noch das Beste. Walzer Nr. 2 ist auch passabel, wenn man es volkstümlich-romantisch mag.

Wenn es um schräge Musik geht, dann gefällt mir Richard Wagner immer noch besser als die Russen. Vielleicht noch eine Anekdote zu Rachmaninov. Seine Mutter brachte fünf Landgüter in die Ehe ein. Ihr Ehegatte schaffte es, alle fünf Landgüter in den Bankrott zu treiben. Die ließen sich dann scheiden und Klein-Rachmaninov hatte nichts mehr anderes als seine Musik.

Nichtsdestotrotz bewundere ich den Mut, eine künstlerische Karriere zu wagen.

Jetzt schau ich mal, ob ich irgendwo noch einen vernünftigen Film finde.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 20.11.2019, 10:42

Impeachment gegen Donald Trump. Was soll das sein? peach = englisch Pfirsich. Bloß weil einer eine komische Haarfarbe hat, muss man ihn doch nicht gleich eindosen. Die Frage ist, was kommt danach? Trump wurde Präsident, weil die Alternative nicht besser war. Zweimal Clinton und die U.S-Demokratie hätte sich in eine Familien-Diktatur verwandelt. Trump-bashing hilft uns Deutschen nicht weiter. Denn auch der nächste Präsident wird kein Handlanger Deutschlands sein, sondern er wird - wofür ihn das amerikanische Volk wählt - America first verfolgen. Demnach verpufft eine mögliche Schadenfreude deutscher Journalisten über Trumps Absetzung (die ich übrigens für unwahrscheinlich halte) wie ein Furz im Nirgendwo.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 29.11.2019, 12:03

Heute hat der Bundesrat mehreren Gesetzen zugestimmt, die den Bürgerinnen und Bürgern wieder mehr Luft zum Atmen und Planungssicherheit bzw. Freiräume für die weitere Lebensgestaltung geben. Die Anstrengungen, die die arbeitenden Menschen mittleren Alters für die Gesellschaft erbringen, findet hiermit eine gewisse Würdigung. Dies ist sehr zu begrüßen und zeigt, dass die Demokratie eben doch noch funktioniert bzw. Politikerinnen und Politiker zu vernünftigen Entscheidungen in der Lage sind. Wer hierfür Steuererhöhungen befürchten sollte, dem sei gesagt, dass die Steuern und Abgaben eh schon sehr hoch sind und es deshalb richtig ist, der Gesellschaft von diesen Einnahmen etwas zurückzugeben. Es ist ja auch so, dass man über Luxusziele wie die Bewältigung eingebildeter Klimakatastrophen mit erst recht Klima-schädlichen Mitteln (Lithium-Abbau) oder die Integration von Personen ohne Flüchtlingsstatus gar nicht erst zu reden bräuchte, solange sich Leistungsträgerinnen und Leistungsträger der Bundesrepublik Deutschland im Stich gelassen fühlten. Leistung trägt jeder Bäcker und jede Putzfrau, da sie aktuell zugunsten eines funktionierenden Staates ihre Lebenszeit und -kraft opfern. Eine sozial ausgewogene Gesetzgebung sichert den sozialen Frieden und verhindert eine gesellschaftliche Selbstverdauung oder ein Abgleiten in politische Extreme.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 01.12.2019, 11:09

Es ging um das Angehörigen-Entlastungsgesetz und um die Abschaffung des Soli.


Wenn ich mich frage, was mir an Deutschland noch gefällt, so ist es die Zurückhaltung im militärischen Bereich. Ich bin froh, dass wir im Militär auf Sparflamme arbeiten und vielleicht nicht alles so in Schuss halten. Denn wozu? Wir sind von freundlich gesinnten Staaten umgeben.

Das gibt Anlass, sich über den Bundeswehreinsatz in Mali Gedanken zu machen. In folgendem Video (in Adresszeile kopieren) versucht eine Frau diesen Einsatz zu erklären.

https://www.youtube.com/watch?v=dm2v7NFSqR4

Laut Wikipedia kam es 2012 zu einem Militärputsch aus folgenden Gründen: "Der Putsch von 2012 hat seine Krisenanfälligkeit und seine institutionellen Schwächen offenbart: Inadäquate Institutionen, mangelnde Aufsicht und Durchsetzung von Rechten, vor allem aber grassierende Korruption in Regierung, Wirtschaft und bei den Sicherheitskräften, ebenso wie im Bildungs- und im Gesundheitssektor. Hinzu kam die Veruntreuung von Geldern aus der Entwicklungshilfe."

2012 überrannten Tuareg Nord-Mali. Wikipedia: "Die zugrundeliegenden Ursachen des 2012 ausgebrochenen Konflikts, insbesondere die Marginalisierung der Tuareg und der arabischen Gemeinden im Norden und die Ungleichverteilung von Ressourcen zum Nachteil des Nordens konnten bisher nicht umfassend gelöst werden und bestehen fort.[142][143]"

Gegen die Tuareg und Islamisten ging die ehemalige Kolonialmacht Frankreich vor und zog Deutschland mit in diesen Konflikt hinein. In dem Video ist von "Rebellen" die Rede. Mir stellt sich die Frage, ob angesichts eines korrupten Politiksystems und der Benachteiligung nord-malischer Völker diese "Rebellion" womöglich begründet sein könnte.

Video: "Und was hat Deutschland davon? Mali liegt auf eine der Hauptrouten von Flüchtlingen in den Norden."

Das ist vermutlich nicht wahr. In dieser Information https://mediendienst-integration.de/mig ... linge.html stammen Asylsuchende in Deutschland vor allem aus Nigeria, Eritrea und Äthiopien. Es ist dann schon ein bisschen lustig, dass am Ende des Videos noch das Klischee des kriminellen Afrikaners, der Europa überrennt, bemüht wird. Die Grenze zwischen berechtigter Sorge und Rassismus erscheint mir hier hauchdünn zu sein. Anders als in diesem Video habe ich noch nie von Bandenkriminalitat aus Mali in Europa gehört. Ich glaube, was die Frau da erzählt, ist blanker Unsinn.

Lange Rede, kurzer Sinn: Was tut die Bundeswehr eigentlich tatsächlich da unten? Sind die Deutschen wirklich auf der Seite der "Guten"? Wie verhindert die Bundeswehr, dass sie die falschen Leute ausbildet, die ihr neu gewonnenes Wissen womöglich gegen das eigene Volk einsetzen? Wenn man weiß, wie man mit einer Knarre umgeht, lässt sich umso besser Schutzgeld abpressen. Wäre es nicht sinnvoller, anstelle der Militäreinsätze die Korruption mit politischen Mitteln zu bekämpfen?

Kramp-Karrenbauer will Militäreinsätze ausbauen. Wozu? Damit unsere Soldaten besser schießen lernen? Oder weil es einfach nur supercool flashed, wenn man andere in den Tod schickt? Oder lassen sich irgendwelche stabilen Erfolge nachweisen?

Ich bin kein Experte und lasse mich hier auch gerne belehren. Nach meinem Eindruck sind die Entscheidungen der Regierung höchst unterschiedlich. Manches macht Sinn, manches erscheint doch recht fragwürdig.

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Norbert von Thule
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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule » 02.12.2019, 10:14

Montrose hat geschrieben:Was tut die Bundeswehr eigentlich tatsächlich da unten?
Mali war 2017 der Drehort für die Social-Media-Kampagne zur Anwerbung neuer Rekrutinnerinnen.

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Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 16.12.2019, 19:37

Ich bin im Moment etwas beansprucht. Immerhin blüht mein Winterjasmin und ich habe im Schach gewonnen. Spanische Eröffnung ... bitte auf 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 nicht als Schwarzer b5 spielen. Das sieht toll aus - "hoho, ich dränge den anderen voll zurück" - aber es ist schlecht. Dieser Vorstoß ist unharmonisch wie eine missglückte Frisur und Weiß kann den schwarzen Damenflügel wunderschön z.B. mit a4 anknabbern. 4. - Sf6 mit Angriff aufs Zentrum ist besser. b5 kann immer noch später, zu einem günstigeren Zeitpunkt, kommen. 4. Lc6: gewinnt übrigens keinen Bauern. Nach 4. dc6: 5. Se5: kommt einfach 5. - Dd4 und gewinnt den Bauern zurück (Doppelangriff auf Springer und Bauer). Spanisch !!!! Die hohe Kunst des Schachspiels.

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Re: Eckball

Beitrag von Montrose » 18.12.2019, 21:04


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