Ostara 20.03.21 HQ

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Norbert von Thule
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Ostara 20.03.21 HQ

Beitrag von Norbert von Thule »

Zwischen dem kürzesten Samstag des Jahres am 19. Dezember und der Mittsommerfeier am 19. Juni, dem längsten Samstag des Jahres liegt die Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche am Samstag, dem 20. März.

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"Heute wird Ostara in vielen religiösen Gemeinschaften als das Fest des Frühlingsanfanges gesehen. Das ist eine wichtige Unterscheidung zu Imbolc, denn Imbolc feiert nur das Wiedererwachen des Lichtes und ist damit quasi eine Vorbereitung für Ostara. Der Winter ist zu Ende, wenn Tag und Nacht in perfekter Balance sind." (Teilzeithelden)


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Das Osterdatum wurde in der westlichen Tradition im Jahre 325 auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlings gelegt. (Wikipedia) Der scheint dieses Jahr am 28. März. Folglich fällt Ostersamstag auf den 3. April und geht nach Mitternacht in Ostersonntag, den 4. April über. Dafür ist der Silbersee geplant.
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Norbert von Thule
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Re: Ostara 20.03.21 HQ

Beitrag von Norbert von Thule »

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Scarlet Ravenwood hat geschrieben:
Der Stechpalmenkönig und der Eichenkönig - Ihr habt vielleicht von diesen beiden mythischen heidnischen Figuren gehört, aber wer sind sie und woher kommen sie? Eines der schwierigsten Dinge im modernen Heidentum ist es, die Ursprünge unserer Rituale, Folklore und unseres Glaubens zu verstehen. Deshalb wollte ich heute die Geschichte des Kampfes zwischen dem Eichenkönig und dem Stechpalmenkönig durch zwei verschiedene Brillen betrachten. Zuerst werden wir diese Geschichte innerhalb der Wicca-Tradition diskutieren und dann aus einer traditionellen europäischen Hexenperspektive betrachten. In dieser Wicca-Version dieser Geschichte sind der Eichen- und der Stechpalmenkönig zwei Aspekte des Wicca-Gottes und verkörpern das sich ändernde Rad des Jahres. Die beiden Könige führen einen endlosen "Kampf", der die saisonalen Zyklen des Jahres widerspiegelt, indem sie Sonnenlicht und -dunkel darstellen. Bei der Wintersonnenwende besiegt der Eichenkönig den Stechpalmenkönig und regiert dann bis zur Sommersonnenwende. Sobald die Sommersonnenwende eintrifft, kehrt der Stechpalmenkönig zurück, um mit dem jetzt alten Eichenkönig zu kämpfen, und diesmal besiegt der Stechpalmenkönig den Eichenkönig. (...)
Wie die Wiccans haben viele traditionelle Hexen die Geschichte vom Stechpalmen- und Eichenkönig übernommen. Sie ändern es jedoch ein wenig, so dass der Kampf an den Äquinoktien (Tag- und Nachtgleichen) stattfindet. Das bedeutet, dass der Eichenkönig im Hochsommer am stärksten ist und dass der Stechpalmenkönig zum Weihnachtsfest auf seinem Höhepunkt ist. Aus folkloristischer und landwirtschaftlicher Sicht halte ich diese Interpretation für sinnvoller. Als ich zum ersten Mal von dieser Geschichte erfuhr, war ich wirklich verwirrt, weil das Wicca-Konzept, dass der Stechpalmenkönig seinen Kampf zur Wintersonnenwende verliert, für mich keinen Sinn ergab. In der traditionellen Hexerei fusst die Folklore hauptsächlich auf der Gegend und den Zyklen der Jahreszeiten. Die Stechpalmenpflanze blüht das ganze Jahr über, aber die Eiche lässt im Winter ihre Blätter fallen und ist im Sommer auf ihrem Höhepunkt. Da sich die traditionelle Kunst von dem inspirieren lässt, was tatsächlich in der Natur vorkommt, ist es sinnvoll, dass der Eichenkönig zur Sommersonnenwende am stärksten und der Stechpalmenkönig zur Wintersonnenwende am stärksten ist, was eine ziemliche Abkehr von der Wicca-Darstellung bedeuted. In dem traditionellen Hexenbuch Treading the Mill sagt Nigel Pearson, dass der Stechpalmenkönig und der Eichenkönig zwei Aspekte des Archetypen des Königs des Waldes sind.
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