Eckball

Was geht außerhalb vom Mittelalter?
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Montrose
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Re: Eckball

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Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Warum dieser link?

Ich wollte damit nur den Eindruck vermeiden, ich sei die ganze Zeit mit Problemen (Corona, verirrte Schauspieler, Polit-Quatsch) beschäftigt.

Bin ich nicht. Meist widme ich mich ganz anderen Sachen.
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Norbert von Thule
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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Was würdest du sagen, wenn jemand behauptet "Rechtsradikale Folterspiele im Mittelalterlager"? Würdest du doch auch fragen: Wo soll das passiert sein?
Nö, weiß ich doch -> Fifty shades of Veytal
Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Nun denn.

Komisches Wetter, komisches Jahr. Die shades of Veytal sind geheim.


Konsum!

Ich finde es eine gute Sache, sich ab und zu mal was zu kaufen und sich damit eine Freude zu machen.

Allerdings schreibe ich da erst eine Liste und warte einige Zeit ab, ob ich eine Sache nach zwei Wochen immer noch haben möchte. So vermeidet man, dass man zu viel Schnickschnack kauft.

Weiter oben dachte ich über einen Deko-Frosch nach, um eine Grünpflanzengruppe interessanter zu gestalten. Der Frosch ist gestrichen. Eine farbig blühende Orchidee vom Supermarkt ist billiger und erfüllt den Zweck besser.

Nächste Idee war ein Set mit Schachfiguren aus Rittern. Davon bin ich allerdings auch wieder abgekommen. Ein Kumpel meinte, solche bildlichen Figuren würden vom Spiel ablenken. Ich dachte zunächst, wenn man Bischof und Ritter sieht, ist einem der Zweck der Figuren klarer. Bischof (bishop) heißt im Englischen der Läufer. Ritter (knight) der Springer. Die Zugweise entspricht ihren Ämtern: der Bischof als vergeistige Macht-Instanz mit langen, linienmäßig (und dennoch schrägen = Religion?) Zügen, während der Ritter in kurzer Distanz ziemlich wirr rumhoppst, wie er es wohl auch in einer echten Schlacht macht, wenn er die Pferdehufe auf die Bauern niedersausen lässt und diese zermatscht.

Dann aber, wie ich mir das so vorstellte, wurde klar, dass es im Schach um Prinzipien geht. Bei einem Bischof ist es egal, wie der ausschaut. Es ist das Amt und nicht die Person. Wer die Soldaten sind, ist für den Feldherrn nicht wichtig, sie müssen nur ihre Mission erfüllen. Um sich auf die Dynamik konzentrieren zu können, hilft es, wenn die Spielsteine das Gemeinte nur grob andeuten.


Im Moment verfolge ich wieder eine andere Idee und schaute mir bislang die Möglichkeiten stundenlang an. Das macht Spaß. Aber ob ich diesmal bestellen werde oder es wieder von der Liste streiche - ich weiß es im Moment nicht.

Nachtrag: Jetzt weiß ich es. Ich habe bestellt. Ist vom Preis her überschaubar, kann man also machen.



Eine Frage hätte ich an Norbert.... war es von mir eine gute Idee, letztes Jahr einen Speer zu kaufen? Ich dachte mir damals, sowas im Hause zu haben ist vielleicht aufgrund der Umstände nicht ganz falsch. Jetzt steht das Ding in der Ecke im Schlafzimmer. Hm. Ich weiß nicht so recht. Wenn man das Ding tatsächlich brauchen würde, wäre es mit Sicherheitsgefühl auch nicht weit her. Aufgrund der Wickelung am Stiel kann man es aber als Dekoration durchgehen lassen.


Eurovision Song Contest: Gewinner Italien mit Originalsprache Italienisch. Die Deutschen ... weiß kein Mensch, was der Quark soll. Auf Englisch und der Text völlig bekloppt. Genauso nichtssagend wie die gesamte deutsche Gegenwartskultur. Frankreich und Schweiz, Platz 2 und 3 bringen Pathos rüber. Tolle Kulisse und Moves des Schweizers, muss man sagen.


(( Pose ohne Inhalt. Vielleicht ist die schweigende Mehrheit besser als die sich da auf die Bühne drängen.


Der Satz ist hier fälschlicherweise noch drin, ich wollte ihn eigentlich löschen.

1. Pathos gut zu erzeugen, ist eine Kunst.

2. Genau die Inhalte sind das Problem der (deutschen) Gegenwartskultur ... sie sind zu aufgesetzt, zu moralistisch, zu künstlich.

Der Unterschied ist wie wenn einer mit einem Filzstift schwarze Linien malt und die Flächen bunt ausmalt oder Impressionismus = Farben, die wie natürlich ineinander zerfließen ohne schwarze Linien.

Das letztere ist Kunst. Die Romantiker in Malerei, Musik und Literatur haben das beherrscht. Man wurde in das Drama hineingesogen, ohne genau zu bemerken wie.
Das erstere ist die deutsche Gegenwartskultur, bei der man den Eindruck hat, sie ist in ein Glasröhrchen verpackt und dreimal beschriftet. Deshalb halte ich den Liefers als Prof. Boerne auch nicht für Kunst, weil da immer ein Echo ist "ich bin witzig, ich bin witzig, ich bin witzig." Humor und Komödie können die Amis eh besser.

Auch die Politik ist eine Pose ohne authentischen Inhalt. Jetzt kriegt man eben mal den hysterischen Anfall wegen Klima ... aber was hat das mit den Menschen zu tun? Deren Ängste sind doch viel näher.

Malerei schau ich mir gerade an. Sie - auch und insbesondere mancher(deutsche) Gegenwartskünstler - erschafft teilweise kraftbringende Werke. Musik ... bin ich längst ausgestiegen. Literatur? Ich schreib meine Geschichten selbst. Es lohnt sich, mal bei der Malerei vorbeizuschauen.))
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Norbert von Thule
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Re: Eckball

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Eine Frage hätte ich an Norbert.... war es von mir eine gute Idee, letztes Jahr einen Speer zu kaufen? Ich dachte mir damals, sowas im Hause zu haben ist vielleicht aufgrund der Umstände nicht ganz falsch. Jetzt steht das Ding in der Ecke im Schlafzimmer. Hm. Ich weiß nicht so recht. Wenn man das Ding tatsächlich brauchen würde, wäre es mit Sicherheitsgefühl auch nicht weit her. Aufgrund der Wickelung am Stiel kann man es aber als Dekoration durchgehen lassen.
Aufgrund der Wicklung am Stiel behindert er die richtige Handhabung im Nahkampf und für den Fernkampf ist er nur temporär geeignet – wer so ein Ding wirft, wird nach der Aufführung aus der Schlachtreihe verbannt.
Für das "Sicherheitsgefühl" ist es unabdingbar, dass dein Speer die rechte Lanzenspitze hat und nicht die linke.

BildBild

Ein Schiff ist nicht nur für den Hafen da, es muss hinaus auf hohe See.
Ein Speer ist nicht nur für das Schlafzimmer da, er muss hinaus in die Schlacht.
Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Das ist informativ.


In mancher Hinsicht habe ich das falsche gekauft. Aber der Speer liegt gut in den Händen, das Eisen vorne gibt einen schwerlastigen Rums bei kurzem Stiel. Auf kurze Distanz mit Sicherheit effektiv.
Man muss solche Dinge individuell beurteilen. 8)
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Kannst du diesem Forum nicht so eine Abfrage vorschalten "Sind sie älter als 18 Jahre Ja Nein" , damit die Kinder draußen bleiben und wir endlich wie Erwachsene reden können.

Natürlich ist ein spitzer Speer authentischer. Mit dem Ding rechts hat man auf der Titanic Fischstäbchen auseinandergeschnitten. Aber so richtig evil ist das linke Ding.
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Norbert hat geschrieben:für den Fernkampf ist er nur temporär geeignet – wer so ein Ding wirft, wird nach der Aufführung aus der Schlachtreihe verbannt.
Und zwar nicht (nur) aus Sicherheitsgründen, sondern weil ein Wurf kriegstaktisch zum Bumerang würde. Der Feind könnte den Speer zurückwerfen. Selbst wenn der Gegner getroffen wäre, könnte ein Mitkämpfer die Waffe rausziehen und wiederverwenden.

Bei der Jagd ist das anders. Eine Wildsau wird den Speer nicht zurückwerfen.

Beim römischen Pilum ist das auch anders. Das lange vordere Eisenteil verbog sich beim Auftreffen und konnte deshalb nicht zurückgeworfen werden. Ziel war es, in einer ersten Welle die Schilde des Gegners unbrauchbar zu machen, wenn das Pilum drin steckenblieb. Mit etwas Glück traf die Spitze sogar noch durch den Schild den Körper.
Und dennoch ... außer den Römern wandte niemand diese Taktik an. So eine Superwaffe kann es also nicht gewesen sein.


Der gestoßene Speer geht durch ein Kettenhemd https://www.youtube.com/watch?v=NGSL7XApz2s - aber kaum durch Plattenrüstung https://www.youtube.com/watch?v=6Fu4LivPsOc. Auch ein geworfener Speer geht kaum durch Plattenrüstung. In dem Video ganz unten meint der Autor allerdings, dass die Erschütterung den Kämpfer (leicht) verletzen kann. Naja, das waren damals harte Jungs. Blaue Flecken und Prellungen haben die wahrscheinlich nicht aufgehalten.


Da die Leute heutzutage hauptsächlich mit T-Shirt, Anzug oder Anorak rumlaufen, wäre ein Speer in unserer Zeit wirkungsvoll zur Selbstverteidigung. Da hilft es den Gangster-Rappers nichts, wenn sie die Kapuze über ihren Kopf ziehen. Die wären trotzdem futsch.


Jojojo, wos guckt da hinten raus, wos guckt da hinten raus aus meinem Rücken raus
had der motherfucker seinen Besenstiel mit Blech getuned
mit Blech getuned, spitzem Blech getuned
motherfucker
bin gelaufen in den Stiel, war nicht viel
aber wos guckt da jetzt hinten raus, was guckt da hinten raus aus meinem Rücken raus
Jojojo, gestern noch Autorennen auf der Stadtautobahn, Stadtautobahn
heute Schaschlik am Spieß, wer hat das getan.
Jojojo.




https://www.youtube.com/watch?v=bJW5tCu1E4k
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Arabischer Jasmin.

Wird geliefert eingegrenzt in mehrere Stöckchen. Ich hab bis auf eines alle weggemacht und wollte dann die Blätter zu irgendwas zwingen, bis ein Zweig abbrach. Die Pflanze ist zierlich.

Merke: einfach wachsen lassen, nicht irgendwie verbiegen.

Dann habe ich ein langes Stöckchen daneben in den Topf gesteckt. Die Pflanze kann bis 1,50 m werden. Die Pflanze suchte sich ganz alleine das andere Stöckchen und umrankt das jetzt. Da muss man gar nichts machen. Einfach wachsen lassen. Viel gießen muss man auch nicht.
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Im Internet wird behauptet, dass in manchen Männertoiletten von Restaurants in den U.S.A. folgender Spruch steht:

We aim to please. You aim, too, please.

8)
Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

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Wichtiger Lebenstipp Nr. 5061 Dinge, die man unbedingt wissen muss. Bild


Ein japanisches Rollbild (Kakejiku, Kakemono) zu kaufen ist nicht unbedingt eine gute Idee.


Vorteile: echt handgemalt zu einem niedrigen Preis

Nachteile: diese Bilder sind viel zu lang, das Motiv fängt erst weit unten an, so dass das Bild etwa auf Bauchhöhe zu sehen ist. Ich weiß nicht, was der Grund dafür ist. Vielleicht bewundern die Japaner ihre Bilder im Sitzen.

Die Antiquitäten sind oft fleckig. Wahrscheinlich ist mal was von der Sushi-Soße rübergespritzt.



Was ist ein japanisches Rollbild? Nun, das ist in etwa so, wie wenn ihr bei einer Hotelübernachtung euer eigenes Bild mitnehmt, damit es dort schöner ist. Und so haben die Japaner Bilder für Reisen, die sie dann überall mitnehmen, um sie zum Beispiel auf einer Familienfeier aufzuhängen. Die Bilder werden zum Transport zusammengerollt.

Unten zwei Gewichte, Fuchin, die das Bild glatt runterziehen, sind nicht unbedingt nötig, weil der untere Holzstock bereits Gewicht hat. Fuchin kostet nämlich auch nochmals. Allerdings wird das Bild durch Fuchin glatter und es ist ein zusätzlicher Zierrat.


Wahrscheinlich sind das Erbstücke, welche die Verbliebenen nach Europa verkaufen. Hoffentlich kommt da nicht nachts ein japanischer Geist raus. Bild



Prinzipiell ist die Idee natürlich nicht ganz schlecht. Poster und Kunstdrucke haben nur kleine Fifis Bild --- der wahre Kulturmensch bevorzugt natürlich Handarbeit. Bild
Wenn man aber was von einem europäischen Künstler will, ist das nicht ganz billig.


Jemand riet mir, doch selbst zu malen. Erstens, ich bin da nicht begabt. Zweitens, zeitaufwendig. Drittens, die Rohstoffe sind auch ganz schön teuer. Wenn man die Unterlagen (Papier oder Seide), Pinsel und Farben, womöglich noch einen Spannrahmen zusammenzählt, kostet das nämlich auch.


Ihr merkt, ich habe mit meinen "Japan-Wochen" ernst gemacht. Von der Oma, die ausgesetzt wird (Narayama), bis hin zum Rollbild .... alles dabei.
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

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Es muss kein Schornsteinfeger sein, der die unangezogene Elektrikerin entnonnt.
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Darf man öffentlich etwas schreiben, das eigentlich tabu ist, auf Unverständnis stößt und womöglich verpönt ist?


Ich war gestern nach Jahrzehnten wieder an einem bestimmten katholischen Ort, und die Gefühle waren wieder da. Die Katholiken haben ihre mystischen Orte und die Maria (was wir Evangelischen nicht haben). Und ich muss sagen, dass mir diese Figur verständlich macht, dass es in früheren Religionen Göttinnen gab. Oder auch den Tempeltanz. Aber es geht dabei eigentlich nicht um Sex, sondern um eine erotische Kraft. Der Spruch oben bedeutet, man muss nicht als Bettler daherkriechen, um eine Göttin für sich zu interessieren. "Entnonnt"? Eine Vision ins richtige Leben holen.

Verrückte Gedanken. Vielleicht sollte ich das wieder löschen. Aber ich glaube, bei den Veytalern gibt es keine Psychiaterin, die mich dafür verurteilen könnte.

Wo ist das Tabu? Indem ich zum Beispiel folgendes Video poste. Ich finde das, was die da machen, ansprechend. Es gefällt mir.

https://www.youtube.com/watch?v=edXShr31iUI



Man sollte sich die Flügel nicht stutzen lassen. Man sollte eine Mauer bauen gegen all jene, die zerstören wollen. Sie sollen fortbleiben. Es gibt sie nicht.
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

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Angenommen, es hat jemand einen beschissenen Vater. Der kann in Jesus und Gott einen Retter finden, einen guten Vater.

Aber angenommen, es hat jemand eine beschissene Mutter. Was macht der dann? Wenn er nicht Katholik oder Hindu ist, dann ist keine weibliche Heilsfigur für ihn da. Der männliche Gott kann ihm auf die Schulter klopfen, aber der verwundete Teil bleibt weiterhin verletzt.


Da merkt man, dass die patriarchalischen Religionen - vieles vom Christentum, Judentum, Islam - totaler Stuss sind. Denn für einen Großteil der Menschen fehlt da etwas.


"Erotische Kraft". Was heißt Erotik? Natürlich gehört das dazu. Aber mit den Fruchtbarkeitsgöttinnen ist auch gemeint, dass die Natur ergrünt, dass der Weizen wächst, dass die Welt schön ist.
Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Wenn einem die Alten in den Arsch kriechen, dann ist das nichts besonderes. Sie sind schwach und können nicht anders.

Ein Mensch offenbart sich nicht, wenn er schwach ist. Sondern wenn er stark ist! Wenn er in der Blüte seines Lebens steht, dann zeigt sich, was er für einer ist. Ob er hochmütig oder mitfühlend ist. Dann nämlich hat er die Wahl. Aber nett zu sein, wenn einer keine Wahl mehr hat - wo ist da der Wert?
Montrose
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

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Das "Heilmittel" in den patriarchalischen Religionen ist dann, dass der Mann-Gott zum Aufpasser über die schlechte Frau wird (Eva, Maria Magdalena usw.), was in mehrerlei Hinsicht Blödsinn ist. Zum einen hat der Mann-(Gott) Wichtigeres zu tun als Kindergärtner für durchgeknallte Girlies zu spielen. Zum anderen: wenn man das Schlechte bei (manchen) Frauen im Zaum hält, hat man immer noch keine gute Frau. Und irgendwie will man Frauen doch auch nicht verdammen, sondern sich an ihnen freuen. Deshalb ist es wichtig, dass man in einer Religion eine Göttin als gute weibliche Kraft vor Augen hat.


Ich will das Persönliche nicht beenden, wechsle aber doch mal ins Politische. Der deutsche Feminismus ist keine gute Sache, weil Frauen dort nur ihre Rechte sehen, aber nicht ihre Pflichten. Von den germanischen Priesterinnen, welche den besten Zeitpunkt zum Krieg bestimmten, bis hin zur mittelalterlichen Minne, bis hin zur Hausfrauenehe seit der wilhelminischen Zeit, bis hin zum modernen Feminismus ist das doch eine dauerhafte Tradition einer ziemlich kaputten Weltsicht. Zudem glaube ich, dass die Männerfresserei in vielen Fällen nichts über die Beziehung von Frau-Mann, sondern von Tochter-Mutter ausdrückt. Feminismus ist oft nur die Projektion von innerfamiliären Konflikten auf die "bösen" Männer. Ich glaube, in vielen Fällen ist da nichts Gutes drin.

Nicht dass ich behaupten könnte, dass ich viel mit Feministinnen zu tun hatte. Ich will nur sagen, dass von denen für das o.g. Problem keine Hilfe zu erwarten ist. Die sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt.


Wieder ein Grund, warum wir die Göttin brauchen!
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

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Ich glaube, ich würde gerne etwas mit irgendeiner Nonne anfangen. Aber das ist der Sache nach etwas schwierig, fürchte ich.



Heute kam die vorletzte Lieferung meines Kaufrausches. Die letzte Lieferung wird Fuchin sein.


Die vorletzte Lieferung besteht aus drei mystischen Pflanzen. Immer das gleiche Spiel: entweder sie überleben auf dem Balkon oder sie gehen eben ein. Muss man halt ausprobieren.

Syrischer Oregano. Was ist das? Ein Gewürz. Aber auch eine biblische Pflanze. Archäologen glauben, dies sei der "Ysop" des Alten Testamentes. Die eigentlich als Ysop bezeichnete Pflanze wächst überhaupt nicht in Israel. So kam es zu der Idee, dass es sich bei "Ysop" in der Bibel um eine andere Pflanze handeln muss. Der syrische Oregano sieht unauffällig aus. Ich hätte ihn kaum von anderem Oregano unterscheiden können, wenn es nicht auf dem Etikett stehen würde. Den "Ysop" tauchte man im alten Israel ins Wasser, spritzte das Wasser von der Pflanze auf sich ... und schwupp war man alle Sünden los und wieder rein. Toll, wie schnell das geht. Ist weniger aufwendig als zur Beichte zu gehen. Ich weiß nicht, ob das jetzt stimmt. Ich surfe und lese sehr schnell durchs Internet und weiß nicht immer, ob die Angaben zuverlässig sind oder wo ich das gelesen habe.

Beifuß. Die Pflanze wächst angeblich an jedem Wegesrand. Damit ich einmal im Leben leibhaftig sehe, wie die Pflanze ausschaut, und ich sie dann auch in der freien Natur wiedererkenne, habe ich diese Pflanze gekauft. Sie dient dazu, böse Geister weg zu räuchern. Also ein ökologischer Ghostbuster. Ich hatte Norbert unter "Lebendiges Mittelalter" darauf angesprochen, ob er nicht mit irgendwas räuchern will. Darauf hat er nicht geantwortet, weil er sich damit wohl nicht auskennt. Ich dachte bei der Ansprache an ihn an Beifuß. Botanisch heißt die Pflanze Artemisia, sie wird der Jagdgöttin Artemis --- oder lateinisch Diana --- zugeschrieben. Aaaaah, die Göttin! :D

In der Neuzeit gab es einen gigantischen Fortschritt im Ausräuchern böser Geister! Mit der Eroberung Amerikas wurde der Weiße Salbei entdeckt. Der gilt als fast noch okkulter als der Beifuß. Hm, ich finde den Geruch zwar frisch, aber nicht besonders sensationell. Womöglich vertreibt er nicht nur Geister, sondern auch mich. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Übrigens stammt der weiter oben genannte arabische Jasmin ursprünglich gar nicht aus Arabien, sondern kommt wild zwischen Bhutan und Indien vor.


Heutzutage quatscht jeder von Natur daher. Ständige Horrormeldungen in den Nachrichten oder irgendwelche Gesundheitspülverchen in Kapseln sind für mich keine Natur.
Natur ist für mich eine Pflanze, bei der ich zusehen kann, wie sie wächst.
Bild
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Re: Eckball

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Re: Eckball

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https://www.youtube.com/watch?v=CZJvBfoHDk0


5:12 You can't wait until life isn't hard anymore
before you decide to be happy.
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Re: Eckball

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Wieder mal ein Witzchen aus den U.S.A.:

Engagement Ring (Verlobungsring)

Wedding Ring (Hochzeitsring)

SuffeRing (suffering = Leiden)
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

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Fuchin ist angekommen.

Der Absender hat mir sogar noch ein Origami-Vögelchen reingelegt und das Ganze parfümiert.

Ich liebe die Japaner. Bild




International zu bestellen ist wirklich eine sehr einfache Sache geworden.
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Was die Pflanzen angeht: man sollte sie schnell in einen größeren Topf umpflanzen.

Der Syrische Oregano zeigt sich happy.
Beifuß - da ist Umtopfen wichtig. Der braucht Erde.
Weißer Salbei - muss auf jeden Fall gegossen werden. Die Pflanze ist etwas empfindlich.



Letztes Wochenende Ausflug zu einem Kräuter- und Bienengarten mit anliegender katholischer Kapelle. War schön.
Dieses Wochenende ist wohl Gewitter zu befürchten.
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Re: Eckball

Beitrag von Montrose »

Gewitter kam, aber drei Stunden später als von den Meteorologen vorhergesagt. Deshalb Ausflug.

Raubritterburg und 70 Meter tiefe Waldschlucht, Wandern im Bachbett. Raubritterburg - von den einst herrschaftlichen Mauern auf Bildern ist nichts mehr übrig. Diese Burg wurde von Stadtbewohnern zerstört, und zwar vollständig.

Ritter wurden zunehmend zu einem Landphänomen. Stadt-Land-Unterschied. In Städten brauchte man keine Ritter mehr, weil man sich eine Stadtwache und Söldner leisten konnte. Also fanden Ritter nur noch auf dem Land Verwendung. Dort gab es aber außer Lebensmitteln (Getreide, Schweine, Eier) nichts zu holen. Während die Städter durch Handel und Handwerk die schönsten Dinge besaßen, vom Pfeffer bis hin zu Goldschmuck und Luxusmöbeln, nagten die Ritter an einer harten Brotscheibe und wurden neidisch. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Also, Raubrittertum. Anders als die Bauern, die gegen Ritter nichts auszurichten vermochten, konnten Städter eine, zwei, mehrere Burgen locker kaputtmachen. Auch wenn so eine Burg auf einem Sporn lag, auf drei Seiten durch tiefe Schluchten geschützt. Hat alles nichts geholfen.

Da wird es mehrere Gründe gegeben haben. Die Besatzung einer Burg war nicht unbedingt groß. Außerdem waren sie in ihren Mauern gefangen und hätten nicht gewusst, wo sie außerhalb hingehen sollen. Und vermutlich gab es dann doch Techniken, z.B. Brände an die Mauern zu legen, welche die Burgen zum Einsturz brachten. Die Holzschnitte von Hans Wandereisen zeigen angegriffene Burgen meist brennend. https://de.wikipedia.org/wiki/Wandereis ... e_von_1523
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