Eifelturm von Valkenburg

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Norbert von Thule
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Eifelturm von Valkenburg

Beitrag von Norbert von Thule »

Letzte Woche in der Kölnischen Rundschau:
Manfred Reinnarth hat geschrieben:
Heisterbacher Tor als Vorbild

Das Heisterbacher Tor in Bad Münstereifel, die Stadtbefestigung in Zülpich und auch noch andere mittelalterliche Wehrbauten aus der Eifel dienen als Vorbild für den Wiederaufbau der „Geulpoort“ (der Pforte an der Göhl) in Valkenburg.


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[Jeannette Bünger, „des Torwächters Weib“] zeigte „Limburgs Dagblad“ das Heisterbacher Tor und seine Wächter. Foto: (Foto: Reinnarth)

Das Heisterbacher Tor in Bad Münstereifel, die Stadtbefestigung in Zülpich und auch noch andere mittelalterliche Wehrbauten aus der Eifel dienen als Vorbild für den Wiederaufbau der „Geulpoort“ (der Pforte an der Göhl) in Valkenburg. „Schon im vorigen Jahr hat eine Kommission, zu der auch unser Stadtarchäologe Henk Kwakkernaat gehörte, Bad Münstereifel und andere Eifelorte besucht“, bestätigte die Valkenburger Gemeindesprecherin Astrid Ceulemans.
„Limburgs Dagblad“ zeichnete in einer der jüngsten Ausgaben den Weg der Kommission nach und setzte dabei den „Torwächter“ und „des Torwächters Weib“, die Münstereifeler Bernd und Jeannette Bünger, groß in Szene. Die beiden stellten den Niederländern vor, wie touristisch attraktiv das Heisterbacher Tor in Bad Münstereifel heute ist, und wie es auch gastronomisch genutzt wird.
Gastronomische Nutzung wie in Münstereifel
Kein Wunder, dass beim Neuaufbau des bereits im 17. Jahrhundert zerstörten Tores an der Göhl auch an eine gastronomische Nutzung gedacht ist. Die „Vestingstad Valkenburg“ (das heißt Festungsstadt) zieht laut Ceulemans jährlich eine Million Übernachtungsgäste an. Fünf Millionen Euro stünden für das Projekt zur Verfügung, die sich die Provinz Limburg und die Gemeinde Valkenburg teilten. Dabei werde auch die „Grendelpoort“ saniert. Von diesem Tor steht noch ein Rest mit Fallgitter.
Das Göhltor, das Jeannette Bünger, in der Sprache ihrer Mutter (Niederländisch) mit dem im Rachen gesprochenen „Ch“ am Anfang ausspricht, soll in einigen Elementen dem Heisterbacher Tor ähneln.
Tordurchfahrt, die hohe Wirkung und das geknickte Dach wird man beim Neubau durch das Büro „Van Hoogevest Architekten“ wiedererkennen. Und wer weiß, ob sich die Valkenburger später an den Kostümführungen und der rustikalen Einkehr im Tor orientieren?
In keinem Ort hatte jemand von der Kommission aus den Niederlanden etwas mitbekommen. „Das wäre interessant gewesen“, sagte Zülpichs Beigeordneter Ulf Hürtgen. „Wir haben eine Fülle von Material zur Stadtbefestigung. Und es gibt Zeichnungen, die so gut sind wie Baupläne.“
Trotz aller Heimlichkeit, in der die Kommission aus Valkenburg unterwegs war, werden die optischen Anleihen aus der Eifel nicht verborgen bleiben. Der „möglichst wahrheitsgetreue“ Wiederaufbau soll die neue „Geulpoort“ laut einem städtischen Bericht von April zum „Eifelturm von Valkenburg“ machen. Schon im nächsten Jahr soll der Bau beginnen.
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An Eifeler Vorbildern orientierte sich der Architekt bei der Neuschaffung des Valkenburger Stadttors an der Göhl.
Es soll historisch erscheinen, aber modern genutzt werden. So gibt es eine Wendeltreppe für Touristen und auch eine gastronomische Nutzung. (mfr)
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